Programm 2020

Dienstag, 27. Oktober 2020

09:45 Uhr
Technik-Check für Live-Stream
10:00 Uhr
Begrüßung durch den Veranstalter
10:15 Uhr
Opening-Keynote: Einfach machen - Wie Sie die Chance der Veränderung erkennen und nutzen
Referent: Ilja Grzeskowitz

Ilja Grzeskowitz ist Wirtschaftswissenschaftler, Autor und internationaler Keynote Speaker. Als jüngster Geschäftsführer Deutschlands bei Karstadt und IKEA war er für insgesamt zehn Standorte in ganz Deutschland verantwortlich, ehe er im Jahr 2009 sein eigenes Beratungsunternehmen gründete. Der Changemaker und Trendscout war Lehrbeauftragter an der Berlin School of Law and Economics und hat als Autor bereits zehn Bücher veröffentlicht (darunter die Bestseller Attitüde, Mach es einfach und Radikal Menschlich), die in verschiedene Sprachen übersetzt wurden und sich weit über hunderttausend mal verkauft haben. Von seinen Kunden liebevoll „Mr. Change“ genannt, inspiriert er Menschen, die richtige Motivation zur Veränderung zu entwickeln, und viele Unternehmer, Vorstände und Manager engagieren ihn regelmäßig als Personal Coach. Seine große Mission ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, in disruptiven Märkten eine Kultur der Veränderung zu etablieren, die von starken Werten, Diversity und Sinn geprägt ist. Als global gefragter Redner hat Ilja bereits in fünfzehn Ländern auf fünf Kontinenten gesprochen und gilt als „Deutschlands erfolgreichster Experte für Veränderungsprozesse“ (OÖ Nachrichten). Zu seinen Kunden gehören große Marken wie Accor, Allianz, Audi, Bayer, BASF, BMW, Capri Sun, Continental, Daimler, Lufthansa, Nespresso, Marriott RWE, Ritter Sport, Swiss, Telekom, T-Mobile und Zalando genau so wie traditionsreiche mittelständische Unternehmen. Ilja ist nordisch by nature und lebt mit seiner Familie seit vielen Jahren in seiner Wahlheimat Berlin. Wenn er nicht gerade auf einer Bühne rund um den Globus steht, dann spielt er leidenschaftlich gerne Golf, drückt dem HSV die Daumen oder genießt sein Lieblingsgetränk Kaffee (viel und immer schwarz).

11:00 Uhr
Digital Enterprise - Die digitale Transformation vorantreiben!
Referent: Rebecca Vangenechten | Siemens

Rebecca Vangenechten hat Anfang April die Verantwortung für das Geschäft des Pharmasektors mit Sitz in Karlsruhe übernommen und bringt sowohl Management- als auch Pharma-Know-how aus ihrer Ausbildung und Berufserfahrung mit. Nach einem Master-Abschluss in biomedizinischen Wissenschaften erwarb sie einen weiteren Master-Abschluss in Global Management. Ihre Karriere bei Siemens begann sie im Juli 2009 als Business Development Consultant bei Siemens in Belgien, wo sie mit Endkunden in der Pharmaindustrie arbeitete. Anschließend war sie fünf Jahre als Global Account Manager für ein großes Unternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie an den Siemens-Standorten Frankfurt und Karlsruhe tätig. Vor ihrer jetzigen Position als Leiterin der Pharma-Vertical war Frau Vangenechten für die Prozessautomatisierung in der Region Middle East verantwortlich.

11:30 Uhr
From data to knowledge: Follow the Eight-Fold Path! mehr
Plenty of data is taken today in processes and elsewhere. What a pity if this does not lead to new understanding, too! But how? I would humbly suggest to follow the Eight-Fold Path!
1. Right awareness: Just realize that you have plenty of data!
2. Right preservation: Do not lose what you have by applying conversions!
3. Right connection: Therefore a suitable infrastructure is needed.
4. Right protection: Connecting to the world comes with the risk of being exposed to attacks from the outside.
5. Right context: Having much more data securely available does not mean a human can easily understand them.
6. Right modesty: Honestly, computers get smarter and already perform various tasks better than humans.
7. Right focus: Take the road to the future one step at a time!
8. Right sharing: To create real knowledge we need to collaborate!
Referent: Dr. Dr. h.c. Attila Michael Bilgic | KROHNE

Dr. Dr. h.c. Attila M. Bilgic ist seit Januar dieses Jahres Chief Executive Officer und Sprecher des Vorstandes der KROHNE Gruppe. Als dessen Chief Technical Officer betreibt er bereits seit 2009 unter anderem die Implementierung grundlegender technischer Aspekte für die Industrie 4.0 und die hierfür notwendige Gestaltung der organisatorischen Rahmenbedingungen. Hier nutzt er auch die Erfahrungen, die er bei der Infineon Technologies AG von 2000 bis 2009 im Geschäftsbereich „Communication Solutions“, zuletzt als Director System Engineering und von 2007 bis 2009 als Leiter des Lehrstuhls „Integrierte Systeme“ an der Ruhr-Universität Bochum gewonnen hat. Er ist Vorstandsvorsitzender der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA), Kurator des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS und Ehrendoktor der Polytechnischen Universität Timisoara.

12:00 Uhr
Pause
13:30 Uhr
Automation the driver of smart production mehr
Die Grundlage der Digitalisierung und damit der smarten Produktion sind Daten, die zur Erhöhung des „Digitalisierungslevel“ Von daher ist „Digitalisierung in der Produktion“ vereinfacht gesagt die Automatisierung der kompletten Geschäftsprozesse, vom Eingang der Rohmaterialien bis zur Belieferung der Kunden mit Produkten inklusive der eigentlichen Produktion. Die NAMUR als internationaler Verband der Anwender der Automatisierungstechnik treibt notwendige Harmonisierungen und Standardisierungsaktivitäten voran. Dadurch wird unnötige Komplexität vermieden und neue Technologien werden effizient eingesetzt, um die Ende-zu-Ende-Automatisierung der Wertschöpfungsketten zu erzielen.
Im Vortrag wir ein Überblick über die Gesamtaktivi-täten im Anlagenlebenszyklus, Engineering, Betrieb, Supply-Chain gegeben und an konkreten Beispielen die Umsetzung und der Mehrwert der Lösungen erläutert.

Referent: Dr. Wilhelm Otten | Evonik Industries AG / NAMUR

Dr. Wilhelm Otten Senior Project Manager Corporate Projects, Evonik; Mitglied des Vorstands der NAMUR Wilhelm Otten ist seit 2004 Mitglied im Vorstand der NAMUR und war deren Vorsitzender von 2011 bis 2018. In der Evonik war er in den letzten Jahren verantwortlich für die Digitalisierungsinitiativen im Bereich der Produktion und Technik. Der promovierte Maschinenbauer/Verfahrenstechniker startete seine Karriere 1988 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Verfahrenstechnik der Degussa AG, in Hanau. Er bekleidete Positionen in verschiedenen Bereichen der Evonik, unter anderem in der Verfahrenstechnik, der Betriebs-/Anlagen-technik, technisches Controlling, Geschäftführer und Leiter des Geschäftsgebiet Verfahrenstechnik & Engineering. Er ist Autor von mehr als 90 Vorträgen und Veröffentlichungen Bereich Prozessentwicklung, Engineering, Produktion und Digitalisierung.

14:00 Uhr
Der digitale Zwilling bei Yncoris -Mehrwert für den Anlagenbetreiber mehr
Der digitale Zwilling bei Yncoris -Mehrwert für den Anlagenbetreiber
Referent: Frank Schöggl | YNCORIS GmbH & Co. KG

1. Studium Automatisierungstechnik,
2.Ingenieur Büro für Automatisierungstechnik mit Schwerpunk Prozessleittechnik im Chemischen Umfeld,
3. Vertrieb und Vertriebssteuerung im Bereich Infrastrukturplanung und Kraftwerksinstallationen
4. 7 Jahre Global Engineering bei Siegwerk Druckfarben mit der Verantwortung für das globale Automatisierungskonzept und die globale Digitalisierungsstrategie
5. YNCORIS Leiter Automatisierung

Referent: Michael Strack | YNCORIS GmbH & Co. KG

Michael Strack ist Leiter des Engineerings bei der YNCORIS, einem Industriedienstleister und Chemieparkbetreiber im Südwesten Kölns. Seit vielen Jahren ist er im verfahrenstechnischen Chemieanlagenbau tätig. Nach seinem Studium an der RWTH Aachen begann er 1989 bei einem mittelständischen Planungsunternehmen als Planungsingenieur und wurde dort später Leiter der Verfahrenstechnik. Seine Erfahrungen sammelte er in den Projektphasen vom Conceptual Design über Basic- und Detail-Engineering bis zur Montageüberwachung und der Inbetriebnahme. Seit Anfang 2005 ist er bei der Infraserv Knapsack, der jetzigen YNCORIS. Mit den Erfahrungen bei der Einführung und der Anwendung eines Simulationstools und dessen Anbindung an das Prozessleitsystem begann sein Interesse an der Nutzung von Simulationstools und den Anlagendaten für Rechnergestützte Optimierung von Anlagen und der Digitalisierung. Seit Anfang 2010 zeichnet Herr Strack verantwortlich für den Geschäftsbereich Engineering.

14:30 Uhr
Digitalisierung führt nur gemeinsam mit Kulturwandel zur nachhaltigen Wertschöpfung. mehr
Die Praxis zeigt, was die acatech Studie „Industrie 4.0“ validiert. Um die digitale Transformation erfolgreich umzusetzen, sollte jedes Gestaltungsfeld bearbeitet werden:

Technische Ressourcen
Die Digitalisierung beginnt mit dem digitalen Zwilling auf unterster Ebene.

Human Ressourcen
Auch nach der Installation neuer Technologien, ist der laufende Betrieb maßgeblich von der Mitarbeiterakzeptanz und -qualifizierung abhängig.

Informationssysteme
Durchgängiger horizontaler und vertikaler Informationsfluss unterstützt die Mitarbeiter auf allen Ebenen.

Organisationsstruktur
Entscheidend ist das Mitgestalten ständiger Veränderungen durch die gesamte Organisation. Es entstehen z.B. neue Rollen und Verhalten.

Unternehmenskultur
Durch eine gemeinsame Transformation kommt die Agilität „von allein“.

Freuen Sie sich auf das World Cafe.
Wir bringen die Digitalisierung und den Kulturwandel zusammen

Referent: Robert Tordy | Virtual Fort Knox AG

Er ist seit Mai 2020 Vorstandsvorsitzender der VIRTUAL FORT KNOX AG. 2016 Mitgründer der AXOOM Solutions GmbH. 2018 Head of Operations (COO) der AXOOM GmbH. Vorher Hirschmann Automation & Control GmbH als Dir. R&D GER/NL/USA/CHINA. Sein beruflicher Werdegang umfasst Erfahrungen als GM von ICT mit 140 Embedded-Software-Experten, Aufsichtsratsvorsitzender der OSADL eG, Konferenzsprecher, Mitarbeit in internationalen Normungsgremien, uvm. Er begann seine Karriere bei der SIEMENS AG und war 23 Jahre in verschiedenen Funktionen als Automatisierungsingenieur, Projekt-, Account-, und F&E-Manager. Er leitete die Entwicklung von SIEMENS-Produkten wie SIMATIC WinCC und PCS7 und war Mitglied der Global SIMATIC Architecture Group. Er besitzt einen Abschluss als Diplom-Ingenieur in Elektrotechnik der TH Mannheim und ein LEAN Expert Zertifikat der Universität Darmstadt.

Referent: Uwe Beyer | Beyer & Kaulich Unternehmensberatung GmbH

Uwe Beyer ist Gesellschafter Geschäftsführer der Beyer & Kaulich GmbH. Seit 1995 ist er als Management-Berater, Coach, Moderator und Trainer tätig.
Davor arbeitete er als Expatriate für die Geschäftsentwicklung bei Boehringer Ingelheim in Kanada.
Er absolvierte ein Diplom Studium an der Universität Mainz in Soziologie und Sportwissenschaften und danach ein Diplom Studium an der Hochschule Mainz in Betriebswirtschaft.
Uwe Beyer ist Buchautor: „Stressfrei und erfolgreich führen. Was in der Praxis wirklich funktioniert“, 2013 im F.A.Z. Verlag.

Arbeitsbeispiele:

Konzeption und Durchführung von Change-Management für ein neues Produktionssystem. 14.000 Beteiligte. Chemie Konzern.

Langzeit Begleitung (5 Jahre) zur Verbesserung der Prozesse und Zusammenarbeit, inkl. Flexibilisierung des Einsatzes der Mitarbeiter (Kulturwandel). Produktion. 450 Beteiligte. Pharma Konzern.

14:45 Uhr
World Cafe: Aus der Praxis für die Praxis: Digitalisierung und Kulturwandel im Unternehmen – Stör- und Erfolgsfaktoren
16:15 Uhr
Zusammenfassung der Workstations durch die Moderatoren

Mittwoch, 28. Oktober 2020

08:30 Uhr
Technik-Check für Live-Stream
09:00 Uhr
Eröffnung
09:10 Uhr
Lean und Digital - 5G Campus Netzwerk und Edge Computing - auf dem Weg zu einer Smart Factory mehr
In diesem Vortrag wird aufgezeigt, wie das OSRAM Pilot Werk Schwabmünchen zu einer Smart Factory transformiert wurde. Erfolgsfaktoren dabei sind die Lean-Methoden, Data-Analytik, 5G Campusnetzwerk und Edge Computing.
Referent: Ingo Hild | Osram GmbH

Dipl. Ing. Ingo Hild, verantwortlich für das Automotive Werk Schwabmünchen und Bruntal (CZ). Studierte Elektrotechnik an der Universität Ulm. Arbeitete für Procter & Gamble und Bosch. Startete 2002 bei der Firma OSRAM und entwickelte voll automatisierte Produktionsmaschinen für Autolampen. Aktuell transformiert er das Werk Schwabmünchen innerhalb eines disruptiven Wandels von einer traditionellen zu einem Hightech Werk mittels Digitalisierung / Automatisierung und durch die Anwendung der LEAN- Prinzipien.

Start Up Pitches

10:00 Uhr

Selbstlernendes Assistenzsystem für Maschinenbediener mehr
Die Effizienz von Produktionsmaschinen liegt oft weit unter den technischen Möglichkeiten. Eine Hauptursache ist fehlendes Erfahrungswissen des Bedienpersonals. Auch bei umfangreichen Dokumentationen ist es im Fehlerfall und unter Zeitdruck eine große Herausforderung die passenden Informationen zu finden. In der Folge werden Störungen nur selten in der tatsächlichen Ursache behoben und treten in kurzen Abständen wiederholt auf. Das selbstlernende Assistenzsystem MADDOX nutzt Methoden des maschinellen Lernens und analysiert Prozessdaten nach ähnlichen Mustern in der Vergangenheit. Der Suchalgorithmus präsentiert anschließend damit verbundene Einträge aus einer Wissensdatenbank über ein Tablet und motiviert zum Korrigieren und Erweitern dieser Inhalte. Diese innovative Kommunikationsplattform senkt Betriebskosten, verbessert Dokumentationen und erhöht Engagement und Wertschätzung.
Referent: Andre Schult | Peerox GmbH

Nach meinem Dipl.-Studium Maschinenbau (Vertiefungsrichtung Verarbeitungsmaschinen, TU Dresden) war ich ab 2009 erst an der TU Dresden und später am Fraunhofer IVV als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Ab 2015 leitete ich die Gruppe „Digitalisierung und Assistenzsysteme“ und arbeitete gemeinsam mit einem Team aus den Bereichen Mechatronik, Maschinenbau und Psychologie in verschiedenen Forschungsprojekten zum Thema Mensch-Maschine-Interaktion, Maschinellem Lernen und Prozessautomatisierung. Im Juli 2019 gründeten Markus Windisch und ich die Peerox GmbH als SpinOff des Fraunhofer IVV in Dresden. Zusammen mit einem starken Team aus professionellen Softwareentwicklern und branchenerfahrenen Ingenieuren entwickeln wir die Forschungsergebnisse im Bereich selbstlernendes Assistenzsystem zu einem marktfähigen Softwareprodukt.

"Do you speak Maschinisch?" mehr
"Do you speak Maschinisch?" wirft die Frage auf, ob man mit einer Sonderform der Attention Neural Networks, den sogenannten Transformern, ein geeignetes Anwendungsfeld zur Auswertung von Maschinenprozessen im Umfeld der Industrie 4.0 entwickeln kann. Der Vergleich zwischen dem derzeitigen Einsatzbereich von Transformern im Natural Language Processing (NLP) im Bereich der Übersetzung und den Mustern bei Maschinenprozessen legt nahe, dass eine Übertragung durchaus sinnvoll sein kann. Die Anwendung von Transformern auf Zeitreihen wurde intern bereits umgesetzt. Die Vorteile der Transformer, die in der gesteigerten Transparenz des Netzes durch die Self Attention, das effizientere und schnellere Training der Netze und die bessere Rechenleistung durch die Parallelisierung sowie die Beachtung der Position der Datenabfolgen in Form des Position Encodings liegen, können so auch für die Auswertung von Maschinenprozessen genutzt werden.
Referent: Melanie Schaller | iNDTact GmbH

Melanie Schaller promoviert an der Universität Würzburg in Wirtschaftsinformatik zum Thema der Übertragung von Industrie 4.0 Reifegrad-Modellen auf Anwendungsfälle im Bereich Smart Health (ICP-Messung). Bei der Firma iNDTact GmbH leitet sie seit 2018 mehrere Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Umfeld der Medizintechnik. Ihre Forschungsausrichtung liegt auf den Bereichen der Verbesserung von Prozessabläufen in der Medizin und Medizintechnik, neuronalen Netzen und intelligenten Systemen sowie Industrie 4.0 Vorgehensmodellen.

Praxisnahes & interatives Lernen in gezielten Schritten: Der Weg zum Digitalisierungserfolg mehr
Steigern Sie die Profitabilität Ihrer Produktion mit bestehenden Mitteln, erhalten Sie Ihr Betriebs-Know-how und vermeiden Sie zeitraubende Fehlinvestitionen. Starten Sie mit einem „digitalen Blutbild“ Ihrer Prozesse.
Effizient angewendet liefern datengetriebene Analysen, wie Blutbilder für uns Menschen, kostengünstig Indikatoren zu den verschiedenen gesundheitlichen Zuständen komplexer Abläufe. Dieser Einblick in für uns schwer beobachtbare Vorgänge bietet eine aufwandsarme Validierung und Dokumentation des optimalen Betriebs. Alternativ können bedarfsgerecht weitere Maßnahmen zur Verbesserung abgeleitet werden.
Oftmals kann sogar ein Großteil des Verbesserungspotentials mit bestehenden Mitteln gehoben werden. Das digitale Blutbild ermächtigt Sie verbesserte Handlungsempfehlungen abzuleiten und Betriebswissen, insbesondere für unerfahrene Anlagenfahrer, dauerhaft verfügbar zu machen.

Referent: Jean Pascal John | emyurise John

Die Leidenschaft von Pascal John ist es Menschen mittels Technik zu ermächtigen. Seine Mission ist es Industriebetriebe dabei zu unterstützen ihre Produktion nachhaltig zu optimieren. Bevor er sich 2020 selbständig machte war er 6 Jahre bei der Siemens AG, zuletzt als Digitalization & Technology Manager - Chemical Industry, aktiv. Dabei führte er als Business Owner und Datenanalyst diverse datengetriebene Optimierungsprojekte in der Chemie-, Infrastruktur-, der Entsorgungs- sowie Lebensmittelbranche durch um nachhaltig Kundenmehrwert zu generieren. Herr John hat ein Studium der Elektro- und Informationstechnik an der Technischen Universität München mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik und dem Fokus auf kognitive Systeme abgeschlossen. Nun kombiniert er Wissen, Leidenschaft und Praxis-Know-how um die Früchte der Digitalisierung intuitiv für jeden Anlagenbetreiber nutzbar zu machen.

Modul-Engineering leicht gemacht – MTP für Dosiereinheit mehr
Das Coriolis Masse-Durchflussmessgerät OPTIMASS 6400 ist eine intelligente Lösung für die Prozessindustrie, das höchste Leistungsanforderung und Genauigkeit in nahezu jeder Applikation erfüllt.
Mithilfe der Semodia MTP-Control Engine ist das Gerät nun in der Lage, das HMI sowie das Verhalten über das herstellerneutrale Beschreibungsformat Module Type Package (MTP) bereitzustellen und damit eine einfache und schnelle Integration sicherzustellen. Über den in der Semodia Software integrierten OPC UA Server wird die Kommunikation in der Betriebsphase realisiert.
Dieser Beitrag liefert einen Überblick über die Kooperation zwischen der Krohne Messtechnik GmbH sowie der Semodia GmbH und stellt die gemeinsam erzielten Ergebnisse vor.

Referent: Anna Menschner | Semodia

Anna Menschner hat nach Abschluss ihres Studiums der Informationssystemtechnik als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Prozessleittechnik und Arbeitsgruppe Systemverfahrenstechnik der Technischen Universität Dresden gearbeitet. Seit Mai 2019 ist sie eine der Geschäftsführer der Semodia GmbH. Ihre Schwerpunkte bei der Semodia GmbH liegen in der Projektentwicklung, dem Projektmanagement und dem Marketing.

10:30 Uhr
Pause

SESSION 1 VORMITTAG

11:15 Uhr

11:15 Uhr
Der Mittelstand verharrt in Tradition - Chancen durch Digitalisierung der Geschäftsmodelle noch weitgehend ungenutzt
mehr
Die deutschen mittelständischen Unternehmen, insbesondere der Maschinen- und Anlagenbau, hat in der Vergangenheit seine international hoch anerkannte Reputation durch exzellente Produkte erworben. Der starke Produkt-Fokus, der den Erfolg der Vergangenheit begründet, droht nun zum Nachteil zu werden. Es ist offenkundig, dass die Möglichkeiten der Geschäftsmodellerweiterung durch Digitalisierung noch in den Anfängen steckt. Es kann aber nicht darum gehen, in Konkurrenz zu reinen Digitalunternehmen zu treten. Die Stärke des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus kann aber durch digitale Ergänzungen der bestehenden Geschäftsmodelle ergänzt werden. Der Vortrag gibt einen Überblick über den Stand der Digitalisierung von Geschäftsmodellen im Mittelstand auf Basis einer aktuellen Untersuchung der Techn. Hochschule Mittelhessen.

Referent: Prof. Dr.-Ing. Gerrit Sames | Technische Hochschule Mittelhessen

Prof. Dr.-Ing. Gerrit Sames ist seit 4/2014 an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen Professor für Allgemeine BWL mit Schwerpunkt Organisation und ERP-Systeme zuständig. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Industrie 4.0. Zuvor war er über 20 Jahre in der Wirtschaft tätig, die letzten 13 Jahre davon als Vorstand/ Geschäftsführer bei den international operierenden Industrieunternehmen Monier, Schott und Buderus. Nebenbei ist Herr Prof. Sames Vorstandsmitglied der Smart Electronic Factory e.V. und Vorstandsmitglied der Sektion Lahn-Dill im Wirtschaftsrat.

11:45 Uhr
Digitale Operational Excellence: Datenbasierte Entscheidungen beschleunigen und optimieren
mehr
Datenbasierte Entscheidungen sind die Basis für viele erfolgreiche Digitalisierungsinitiativen in der Prozessindustrie. Aber oft bleibt es schwierig, die richtigen Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen und mit der richtigen Fachkompetenz und Überwachungs-, Warn- und Analysetools in tatsächlich wertvolle Informationen umzuwandeln.

Der Vortrag adressiert:
- Wie digitale Lösungen in der Praxis aufgebaut werden
- Welche Vorteile nutzerbasierte Asset Monitoring- und Alerting Lösungen bringen
- Skizzierung relevanter Business Cases zur Prozess- und Energieoptimierung sowie intelligenter Suchlösungen (Smart Search), um viel Zeit kostbarer Mitarbeiter zu sparen
Referent: Frank Hertling | Bilfinger Digital Next GmbH

Frank Hertling ist Director Business Development bei Bilfinger Digital Next, ein Start-Up des führenden internationalen Industriedienstleisters Bilfinger, der mit state-of-the-art digitalen Lösungen die erfolgreiche digitale Transformation von Unternehmen der Prozessindustrie ermöglicht. Frank sammelte umfangreiche Erfahrungen in den IIoT-Branchen Predictive Analytics, Augmented Reality und Additive Manufacturing (3D-Druck) und unterstützte verschiedene High-Tech-Start-ups bei der Geschäftsentwicklung. Darüber hinaus beriet er Unternehmen zu den Auswirkungen dieser disruptiven Technologien auf ihr Geschäftsmodell. Zuvor hatte Frank 20 Jahre lang leitende Positionen bei P&G inne und arbeitete und lebte in Russland, USA, Kanada, Israel und Deutschland. 1990 schloss er sein Studium der Betriebswirtschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg mit einem MA ab.

12:15 Uhr
Digitalisierung - „Wir arbeiten damit“
mehr
Schubert-Consulting analysierte im Kundenauftrag in einem mehrstufigen Prozess alle Produkt-, Prozess- und Verpackungsanforderungen, formte optimierte Prozessflüsse und entwickelte daraus innovative Konzepte und Digitalisierungsstrategien für eine neue Fabrik.
Auf der Plattform eines digitalen Zwillings entsteht die Konstruktion der Maschine im 3D-Format. Simultaneous Engineering ermöglicht die virtuelle Programmierung und Inbetriebnahme. Die Simulation der Verpackungsprozesse erfolgt in Echtzeit und schlägt im VR-Center die Brücke zur Realität.
Eine permanente Erfassung der Betriebszustände in der Produktion ermöglicht planbare Maßnahmen zur vorbeugenden Wartung und zeigt Verfügbarkeitspotentiale auf. Mit Additive Solutions können Ersatzteile digital gelagert und bei Bedarf vor Ort auf dem 3D-Drucker produziert werden.
Seien Sie unser Gast und erleben Sie die Digitalisierung!

Referent: Michael Graf | Schubert Packaging Systems GmbH

Michael Graf begleitet das Thema Digitalisierung auf seinem Werdegang zum Director Consulting der Fa. Schubert Packaging Systems GmbH. Mit dem Fokus auf Maschinen- und Anlagenbau, sind die Themen Integration von Anlagen und deren Schnittstellen elementare Bausteine für erfolgreiche Projekte. Während des begleitenden Studiums zum MBA, vertiefte er die Zusammenhänge von Produktion und Wirtschaftlichkeit durch Maßnahmen der Digitalisierung. Zur Lösung technischer und organisatorischer Anforderungen verhilft Ihm das TRIZ Level 4 und das MIT TRIZ Zertifikat (Methoden zur innovativen Problemlösung). Als DIN ISO 9000 Lead Auditor verknüpft er praktische Erfahrungen mit industriellen Vorgaben. In der Verpackungsindustrie beschäftigt er sich als Leiter von Schubert-Consulting mit den Themen Optimierung, Greenfield Projekte, Late Stage Customizing, Visualisierung, Simulation und Projektmarketing.

SESSION 2 VORMITTAG

11:15 Uhr

11:15 Uhr
Fortschritte bei der Standardisierung von Big-Data-Anwendungen - Die VDI/VDE 3714
mehr
Der Vortrag behandelt Entstehung und Inhalt der VDI/VDE 3714 die sich aktuell im Freigabeprozess befindet. Die ersten Blätter (1-3) liegen bereits als Weißdruck vor.
Es gibt eine Vielzahl an Methoden und Anbietern zur Analyse von großen Datenmengen (Big Data), was nicht zuletzt für den Anwender eine große Herausforderung darstellt. Durch die Richtlinie wird ein Rahmen vorgegeben der die Planung und Durchführung von Big Data Projekten vereinfacht. Die Richtlinie stellt die wichtigsten Schritte sowie unterschiedliche Methoden mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen dar.
Die Themen Projektdurchführung, Datenqualität, Datenbewirtschaftung, Analyseverfahrensklassen, Modellierungsverfahren, Modellvalidierung und Online-Anwendung von datengetriebenen Modellen werden jeweils in eigenen Blättern behandelt.
Referent: Dipl.-Ing. Christoph Kugler | SKZ - Das Kunststoff-Zentrum

Bis Januar 2010 Studium Werkstoffwissenschaften an der Universität Erlangen mit Abschluss Diplom. Seit 2010 Mitarbeiter am Kunststoff-Zentrum SKZ im Geschäftsfeld Forschung zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gruppe Messtechnik, ab 2015 Gruppenleiter der Gruppe Prozessmesstechnik, seit August 2019 in aktueller Funktion als Gruppenleiter Digitalisierung.

11:45 Uhr
ABB Ability Collaborative Operations - Digitale Dienstleistungen am Praxisbeispiel
mehr
Um die Digitalisierung als Wachstumstreiber zu nutzen und neues Wertschöpfungspotenzial für Anlagenbetreibezu schaffen, bietet ABB kollaborative digitale Serviceleistungen an. ABB Ability Collaborative Operations kombinieren Branchen- und Expertenwissen von ABB mit den spezifischen Anforderungen von Anlagenbetreibern, um diesen durch Informationsanalysen in kürzester Zeit zu mehr Vorteilen zu verhelfen. Die Digitalisierung verbessert nicht nur die betriebliche Effizienz, sondern auch die Verfügbarkeit von Ressourcen. Asset- und Betriebsinformationen werden rund um die Uhr in Collaborative Operations Centern gesammelt, vernetzt und analysiert, mit dem Ziel, die Profitabilität der Kunden durch Effizienzsteigerungen der Produktionsanlagen, erhöhte Sicherheit und reduzierten Kosten zu erhöhen. Als Beispielapplikation wird die Zustandsüberwachung rotierender Maschinen vorgestellt.
Referent: Christian Kohlmeyer | ABB AG

Ausbildung 2003 - 2006 Studium Informationstechnik (BA) Professional Experience Seit 2003 bei der ABB AG beschäftigt. Christian Kohlmeyer war in verschiedenen Funktionen der Industrieautomation in den Bereichen Operation, Projektmanagement und Vertrieb tätig. Seit 2019 ist er Digital Service Sales Manager bei der ABB AG in der Division Industrial Automation Energy Industries.

12:15 Uhr
Condition Monitoring für Exzenterschneckenpumpen in der Praxis
mehr
Anlagenstillstände sind kritisch und teuer. Für einen effizienten Betrieb müssen Arbeiten an Feldgeräten sowohl einfach durchführbar als auch vorausschauend planbar gestaltet werden können.
Effizienter Betrieb beschränkt sich aber nicht auf einzelne Aggregate bzw. Feldgeräte. Ein effizienter Prozess ist mehr als die Summe optimal betriebener Feldgeräte.
In diesem Beitrag zeigen wir anhand konkreter Kundenbeispiele auf, welch vielfältige Möglichkeiten Condition Monitoring bietet. Wir zeigen auf wie sich auf verschiedensten Ebenen des Produktionsprozesses Optimierungen heben lassen: detailliertes Überwachen einzelner Aggregate hinsichtlich ihrer Funktionalität und Verfügbarkeit, die Möglichkeiten Aussagen über Aufklärung und Betriebspunkt zu treffen, Überwachung und Optimierung von ganzen Anlagenteilen sowie Optimierung von Logistik, Personaleinsatz und Lagerhaltung.
Referent: Dr. Christian Brehm | SEEPEX GmbH

Dr. Christian Brehm studierte Informationstechnik in Kaiserslautern und Oulu, Finnland, und promovierte im Bereich der Mikroelektronik für Mobilkommunikationssysteme. Nachdem er bei KROHNE Messtechnik verschiedene Positionen rund um die Feldgerätekommunikation innehatte, ein Testlabor aufbaute und in Arbeitskreisen verschiedenster Organisationen tätig war, wechselte er 2017 zu SEEPEX nach Bottrop. Dort ist er als Produktmanager für die Produktgruppe Digital Solutions zuständig. Basierend auf dem Austausch mit internationalen Kunden definiert er die neuen Produkte und sorgt für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Lösungen. Durch seine Mitarbeit in Arbeitsgruppen und die Zusammenarbeit mit anderen Firmen setzt er sich auch für die Standardisierung der Industrie 4.0 Schnittstellen für Pumpen ein.

SESSION 3 VORMITTAG

11:15 Uhr

11.15 Uhr
Wie Ihr Unternehmen vom Digitalen Zwilling profitieren kann
Referent: Daniel Langner | Hexagon

M.Sc. Wirtschaftsingenieurwesen
2013 - 2015 Sales bei Vodafone D2 GmbH
2015 - 2018 Qualitätsmanagement Software Entwicklung bei Hexagon PPM
2018 - 2020 Application Engineer bei Hexagon PPM
Seit 2020 Solution Consultant bei Hexagon PPM

11:45 Uhr
Reality Capture im Anlagenbau
Referent: Harald Saeger | Leica Geosystems
12:15 Uhr
Datenintegration im Anlagen Life Cycle – Vom Datenmodell zum digitalen Zwilling
mehr
In the last decade, the evolution in computing power – both in CPUs and GPUs – has allowed the development of photogrammetry software that can turn a set of photos of an object, such as a building, into a 3D model. Safety, training, productivity, efficiency and asset management are key factors for optimal operations. Thus, technologies that improve these areas are proliferating across industries. Among them, Laser Scanning, Photogramtry, virtual reality (VR) and augmented reality (AR) are gaining traction for their benefits while also providing savings. In the lecture you will learn how a reference project with the above mentioned technologies can be used to turn your existing plant into a digital image, which you can then use for use cases such as operator training, plant expansions and asset management.
Referent: Christian Trips | Geschäftsführender Gesellschafter | Trips GmbH

Nach einem Studium der Luft- und Raumfahrttechnik an der TU München und Elektrotechnik FH Würzburg Schweinfurt Schwerpunkt Informationstechnik hat Christian Trips 1989 die Firma der Eltern zusammen mit seiner Schwester 1989 übernommen und hat die TRIPS Group in den letzten 30 Jahren zu einem renommierten und innovativen Systemhaus mit mehr als 280 Mitarbeitern ausgebaut. Gemäß dem Firmen Leitsatz „Ready for tomorrow“ ist TRIPS in den Bereichen der Automatisierung, Prozessleittechnik und Digitalisierung der Systempartner für das Beschreiten neuer Wege bei der Umsetzung ihrer Projekte.

12:45 Uhr
Pause

SESSION 1 NACHMITTAG

13:30 Uhr

13:30 Uhr
Digitaler Zwilling trifft digitalen Agenten - Herstellungsprozesse optimieren mittels eines Closed-Loop-Ansatzes
mehr
One of the biggest challenges in modern production are fluctuating order quantities. The real-time tracking of material flows and the identification of delays also pose difficulties for companies
today. Analyzing the as-is situation within a production e.g. out of a Lean Management perspective causes high manual efforts. Identified optimizations often do not eliminate the root causes of the errors or are unable to deal with unexpected real-time changes on the shopfloor.
In this contribution we present a step by step digitalization journey to overcome these manufacturing challenges and accomplish a holistically optimized production flow. For each step we provide examples and use cases from factories.
The presentation might be conducted together with a partner to show more practical application experience.
Referent: Dr. Tobias Kufner | evosoft GmbH

Dr. Tobias Kufner is currently working in the field of virtual commissioning, automatization and flow optimization in evosoft GmbH. He holds a diploma degree in mathematics and a PhD on the subject of simulation and optimization of infrastructure. His area of expertise lies in modeling, simulation and optimization.

14:00 Uhr
Keine Angst vor Veränderungen - Wie mittelständische Chemieunternehmen digital werden?
mehr
Eine Lektion,die uns der Ausbruch des Coronavirus in Bezug auf die Industrie gelehrt hat, ist, dass es zwar unmöglich ist, die Zukunft vorherzusagen, aber sich durch digitale Transformation darauf vorzubereiten. Organisationen, die bereits damit begonnen hatten,proaktive, analytische Methoden anzuwenden, hatten eine größere Sichtbarkeit von Remote-Operationen und schafften es, akzeptable Produktionsleistung zu erzielen.Digitale Transformation gibt Unternehmen die Flexibilität und Agilität, sich vor unerwarteten Krisen eher zu beugen als zu brechen.Ein Paradigmenwechsel von der "Brandbekämpfung" hin zu einem proaktiven Paradigma ist oft ein schmerzhafter Transformationsprozess. In diesem Vortrag werden wir das "Analytische Überwachungszentrum" vorstellen, die gesammelten Daten zu nutzen und die Erkenntnisse in die Arbeitsabläufe und das tägliche Verhalten der Betriebe einfließen zu lassen
Referent: Dulaan Punsag-Odefey | SAMSON AG

M.Sc. Dulaan Punsag-Odefey, Sales & Implementation Consultant Nach ihrem Erststudium in Informatik und Master in Wirtschaftsinformatik arbeitete Fr.Punsag-Odefey zunächst mehrere Jahre als Programmiererin und sammelte fundiertes Wissen in der Software-Entwicklung. Seit 2014 arbeitet sie bei Samson AG und vertiefte ihr Fachwissen in der Prozessindustrie. Ihre jetzige Tätigkeit als zentraler Ansprechpartner zum Thema Predictive Analytics bei Samson AG umfasst die Betreuung der Vertriebswege des digitalen Produktes im europäischem Raum und die Implementierung der Softwarelösung beim Kunden.

14:30 Uhr
Künstliche Intelligenz verstehen – Explainable AI mit interpretierbaren KPI
mehr
In seinem Vortrag stellt Dr. Felix die Mechanismen, Chancen und Grenzen erklärbarer Künstlicher Intelligenz vor. Am Beispiel des Qualitativen Labelns – eine KI-Methode, die Entscheidungs- und Optimierungsalgorithmen mit maschinellem Lernen verbindet – zeigt er die möglichen Wirkungsweisen von Explainable Artificial Intelligence (XAI). In diesem konkreten Fall entsteht eine neue, KPI-bezogene Sicht auf die durch das KI-System erzeugten Ergebnisse, die hilft, das Verhalten der vermeintlichen KI-Blackbox nachzuvollziehen.

Referent: Dr. Rudolf Felix | PSI FLS Fuzzy Logik & Neuro Systeme GmbH

Dr. Rudolf Felix promovierte nach dem Studium der Informatik an der Universität Dortmund auf dem Gebiet Decision Support Systeme und Fuzzy-Logik. 1992 gründete er die PSI FLS Fuzzy Logik & Neuro Systeme GmbH und entwickelte kontinuierlich die PSI FLS-eigene Qualicision-Technologie weiter. Heute ist diese in Branchen wie der Automobilindustrie, Energiewirtschaft, Transportlogistik, dem Personennahverkehr oder dem Handel als Querschnittstechnologie im produktiven Einsatz. Seit 2008 ergänzt Qualicision die Softwaretools des PSI Konzerns. Dr. Rudolf Felix veröffentlichte mehr als 50 wissenschaftliche und zahlreiche anwenderorientierte Beiträge in verschiedenen Fachzeitschriften. Neben seinen geschäftsführenden Tätigkeiten ist er bei der Integration von Qualicision in komplexe multikriterielle Business-Prozesse unter anderem Mitglied der European Society von Fuzzy Logic and Technology, EUSFLAT.

15:00 Uhr
"Kl in der Industrie - Technologie mit Köpfchen"
mehr
Nutzen Sie künstliche Intelligenz, um gemeinsam mit Siemens innovative Lösungen zu entwickeln. Wir zeigen den Weg von der Theorie zur Praxis, indem wir verschiedene reale Applikationen aus der Prozessindustrie vorstellen.
Referent: Dr. Claus Neubauer | Siemens

Dr. Claus Neubauer ist Data Scientist im Digital Enterprise Laboratory bei Siemens Process Automation. Sein Fokus liegt auf der Anwendung moderner Datenanalyse- und maschineller Lernmethoden zur Überwachung, Diagnose und Entscheidungsunterstützung in der Prozessindustrie. Davor war Claus 12 Jahre bei Siemens Corporate Research, Princeton, USA, als Programmmanager für Intelligent Data Analytics and Modeling tätig und leitete die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Datenanalyse und des maschinellen Lernens mit Anwendungen für Computer Vision und Fernzustandsüberwachung von Kraftwerken. Claus ist Diplom-Physiker und promovierte in Elektrotechnik an der FAU Erlangen-Nürnberg. Er hat über 20 Veröffentlichungen und 30 Patente.

Referent: Ralph Grothmann | Siemens

Herr Grothmann studierte an der Universität Bremen Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Finanz- und Investitionstheorie, insbesondere Modellierung von Finanzmärkten mit neuronalen Netzen. Nach seinem Abschluss als Diplom Ökonom im Jahr 1999 und seiner Promotion im Jahr 2003 an der Universität Bremen ist er seit 2003 bei der Siemens AG tätig. Zunächst bei der Corporate Technology in Forschungsgruppe für Lernende Systeme, derzeit ist er Principal Consultant für Forecasting-Lösungen und leitet ein Data Lab für Siemens in Deutschland. Herr Grothmann ist ein Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Gesellschaft für Operations Research (GOR e.V.) und Mitbegründer der GOR Arbeitsgruppe (AG) Analytics und stellvertretender Leiter der AG Prognoseverfahren.

SESSION 2 NACHMITTAG

13:30 Uhr

13:30 Uhr
Neue Sicherheitsstandards in der Leitwarte – Anmeldeprozessse im PLT personalisieren
mehr
Herrn Dennis Bardel (Evonik Resource Efficiency GmbH) und Herrn Ralf Kühnel (i.p.a.s.-systeme) berichten von der Einführung von personalisierten Anmeldeprozessen an mehreren Prozessleitsystemen in der Leitwarte bei Evonik am Standort in Herne.
Bearbeitete Fragestellung:
• Können verschiedene PLS Systeme, vom gleichen Hersteller, mit jeweils 60 bis 75 personalisierten Benutzerkonten zentral verwaltet werden.
• Wie lässt sich eine personalisierte Benutzeranmeldung an Leitsystemen realisieren unter Produktionsbedingungen.
• Realisierung einer gleichzeitigen Anmeldung an mehreren PLS Systemen in der Leitwarte.

Referent: Dennis Bardel | Evonik Resource Efficiency GmbH
Referent: Ralf Kühnel | i.p.a.s.-systeme

Ralf Kühnel ist Business Development Manager und entwickelt das Geschäftsfeld von LogOnPlus, eine Software für standardisierte Anmeldeprozesse an SCADA-Systemen, Prozessleitsystemen und MES. LogOnPlus hilft Kunden aus der Pharma- und Biopharmazeutischen Produktion, Chemischen Industrie und Lebensmittelindustrie die Anmeldeprozesse an diesen Systemen komfortabler und effizienter für Ihre Mitarbeiter zu gestalten. Darüber hinaus ist er Ansprechpartner für das Geschäftsfeld von i.p.a.s.-systeme im Bereich OSIsoft Systemintegrator.

14:00 Uhr
Digitale Transformation – Arbeitsprozesse mit dem Plant Assist Manager in Echtzeit optimieren
mehr
Mit Hilfe des Plant Assist Managers der Firma Rösberg Engineering können Arbeitsabläufe (derzeit bevorzugt von Abfüllanlagen) digital abgebildet und durchgeführt werden. Die Arbeitsabläufe werden dabei optimiert und automatisch dokumentiert, sodass die Mitarbeiter sicher durch Be- und Entladevorgänge geführt werden. Die Bearbeiter werden elektronisch bei der Durchführung ihrer Arbeitsprozesse geleitet und haben alle für sie relevanten Informationen auf einen Blick zur Verfügung. In der Zwischenproduktion der BASF Ludwigshafen wird der Plant Assist Manager (PAM) seit 9 Jahren eingesetzt. Umfangreiche Arbeitsprozesse wurden in detaillierten Checklisten abgebildet von der Tankzugabfüllung bis in das letzte Detail der komplexen Arbeiten mit Gefahrgut. Über 90 verschiedene Produkte werden hier verarbeitet. PAM hilft dabei, die mehr als 120 Checklisten zuverlässig zu verwalten.
Referent: Niko Metzler
14:30 Uhr
OT-Lösungen statt IT-Probleme: Patchen nach Herstellervorgaben am Beispiel von SIMATIC PCS 7
mehr
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Nutzungsdauer von Produktionsanlagen, anders als im Office-Umfeld, durchaus 20 Jahre oder mehr betragen kann. OT-Verantwortliche stehen dadurch vor einer zentralen Herausforderung: Wie kann ich jetzt und in Zukunft die vorhandenen, heterogenen IT-Systeme sicher und effektiv Patchen? Um das Problem besser zu verstehen ist es wichtig das Makroumfeld zu betrachten, denn in diesem Prozess spielen drei Parteien eine wichtige Rolle. Maschinen- und Anlagenbauer, Betreiber und der Gesetzgeber. Im Zentrum des Vortrags wird der Patch-Workflows eines SIMATIC PCS 7 Clients erklärt. Es wird erkennbar, dass bereits Cloud-Services zum Einsatz kommen, wodurch der Patch-Vorgang problemlos in vorhandene Prozesse integriert und vollständig automatisiert
ausgeführt werden kann. Das trägt dazu bei, dass sich IT und OT annähern, ohne dabei ihre Eigenständigkeit zu verlieren.

Referent: Peter Lukesch | Ondeso

SESSION 3 NACHMITTAG

13:30 Uhr

13:30 Uhr
Das P&ID als Schnittstelle zwischen Verfahrenstechnik und Automatisierung
Referent: Dr. Michael Nussbaumer | Pruess GmbH

Herr Dr. Michael Nussbaumer ist Geschäftsführer der Pruess GmbH, einem weltweit agierenden Unternehmen im Anlagenbau und Engineering für die Food- und Pharmaindustrie. Erste Erfahrungen sammelte er 6 Jahre lang im IT-Consulting. Danach gründete sein erstes Unternehmen, dass sich auf die Entwicklung industrieller Extraktionsanlagen für hochwertige Food-Applikationen spezialisierte. Später war er für weitere 6 Jahre bei der Schrader Verfahrenstechnik GmbH zunächst als Projektleiter und später als Geschäftsführer im Bereich thermischer Verfahrenstechnik für Food & Pharma tätig. Seit 2013 sammelte als Selbständiger im Anlagenbau und Engineering für Food & Pharma weitere wertvolle Erfahrungen. Als studierter Chemiker und zertifizierter PMP (Project Management Professional) bringt er seit 2019 seine nunmehr 20-Jährige Expertise in den Bereichen Anlagenbau, Extraktionstechnik und GMP (Good Manufacturing Practice) in der Pruess GmbH ein.

Referent: Niclas Krink | X-Visual Technologies GmbH

Niclas Krink absolvierte sein Bachelorstudium der Bioverfahrenstechnik an der techni-schen Universität Hamburg-Harburg. Sein Masterstudium der Energie- und Verfahrens-technik schloss er an der Technischen Universität Berlin ab. Im Rahmen seiner Tätigkeit als studentischer Mitarbeiter am Institut für Dynamik und Betrieb technischer Anlagen der Technischen Universität Berlin beteiligte er sich an der Weiterentwicklung der MOSA-ICmodeling Software. Durch ein Forschungspraktikum an der Universidade Federal de Viçosa sammelte er zudem wertvolle Erfahrungen in den Bereichen Modellierung und numerische Simulation. Er ist Projektmanager bei der X-Visual Technologies GmbH und bringt seine Erfahrungen seit März 2019 im Forschungsprojekt ENPRO 2.0 - ORCA (Effizi-ente Orchestrierung modularer Anlagen) ein.

14:00 Uhr
Methodology for orchestration of modular plants
mehr
Der Vortrag beschreibt eine Methode zur Orchestrierung modularer Anlagen und stellt die Zwischenergebnisse aus dem ENPRO2.0 Projekt ORCA dar. Die entwickelte Methodik wird in Engineering und Laufzeit unterteilt und im NAMUR Asset Life-Cycle eingeordnet. In jeder der einzelnen Phasen wird ein unterschiedlichen Detailgrad der benötigten Informationen gefordert, wodurch auch verschiedene physikalische Ausführungen ermöglicht werden. Durch die Vernetzung existierender Datenmodelle wird während der Orchestreirung nicht nur eine betriebsbereite Anlage erstellt, es wird auch der digitale Zwilling einzelner Module zu dem einer modularen Anlagen zusammengesetzt.
Referent: Anselm Klose | TU Dresden

2012-2018 Studium für Verfahrens- und Naturstofftechnik an der TU Dresden Seit 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Prozessleittechnik/Arbeitsgruppe Systemverfahrenstechnik bei Prof. Leon Urbas (TU Dresden) Mitarbeit am ENPRO2.0 Projekt ORCA zur Entwicklung modularer Anlagen mit den wesentlichen Schwerpunkten "Orchestrierung", "Sicherheit" und "modualre HAZOP".

Premiumpartner 2020

Vortragspartner 2020

Aussteller 2020