Programm

Bitte beachten Sie, dass es im Programm des 1. Smart Process Manufacturing Kongress vom 11. - 12. Oktober 2017 in Würzburg noch zu kleinen Änderungen kommen kann.
1. Veranstaltungstag: Digitales Lifecycle Management
2. Veranstaltungstag:
Technologietag

Begleitend zum Vortragsprogramm findet eine Fachausstellung statt.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

10:00 Uhr
Registrierung und Besuch der Ausstellung
10:30 Uhr
Begrüßung und Einführung durch den Veranstalter
10:40 Uhr
Keynote Industrie 4.0 – die nächste Stufe in der Evolution eines Chemiekonzerns
Referent: N. N.
11:20 Uhr
Raum für neue Perspektiven in der Prozessautomation
Referent: Axel Lorenz | Siemens

Start up-Sessions

12:10 Uhr

12:10 Uhr: Digitale Lösungen zur intelligenten Analyse und Optimierung von komplexen Energiesystemen mehr
Das Management komplexer Energiesysteme bringt große Herausforderungen mit sich. ATHION unterstützt Industrieunternehmen mit innovativen Lösungsansätzen bei der Digitalisierung und dem Management ihrer Energiesysteme.
Mit unseren Digital Energy Services bieten wir passgenaue Dienstleistungen wie automatisierte Energiedatenanalysen, selbstlernende Prognoseverfahren oder die Optimierung der Einsatzplanung von Erzeugung und Verbrauch. Unsere Industriekunden verfügen durch die Nutzung unseres cloudbasierten ATHION IT-Systems jederzeit über ein auf Faktoren wie Energieeffizienz, Energiepreise und Produktionsstabilität optimiertes Energiesystem ihrer Liegenschaften.
ATHION nutzt innovative und leistungsstarke Verfahren der Künstlichen Intelligenz und Mathematischen Optimierung, um die Komplexität des Energiesystemmanagements der Kunden zu reduzieren und zugleich einen Wettbewerbsvorteil zu generieren.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • ATHION COCKPIT: echtzeitbasiertes Energiemanagementsystem zur intelligenten Datenanalyse und -überwachung
  • ATHION FORECAST: lernfähige Prognoseverfahren zur automatisierten Vorhersage von Energieerzeugung und -bedarf
  • ATHION OPTIMIZATION: leistungsstarke Verfahren zur Optimierung der Einsatzplanung von Erzeugung und Verbrauch 
Referent: Lisann Rommerskirchen | ATHION GmbH

Lisann Rommerskirchen ist Senior Sales & Marketing Managerin der ATHION GmbH. Sie berät deutschlandweit Industriekunden bei der Digitalisierung ihres Energiemanagements. Frau Rommerskirchen erstellt passgenaue Lösungen für die Herausforderungen der ATHION Kunden und beobachtet die Entwicklungen auf dem Energiemarkt stetig auf der Suche nach innovativen Konzepten und neuen Dienstleistungen. Zuvor war sie bei der Next Kraftwerke GmbH Geschäftsführerin der österreichischen Tochtergesellschaft sowie Leiterin der Abteilungen Produktentwicklung und Finanzen in Deutschland. Frau Rommerskirchen war zudem mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Energiewirtschaftlichen Institut und Lehrstuhl an der Universität zu Köln tätig. Lisann Rommerskirchen studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln.

12:20 Uhr: Aufbau einer Plattform in der Chemie- und Kunststoffindustrie mehr
  • Aufbau einer Plattform in der Chemie- und Kunststoffindustrie (Herausforderungen, derzeitiger Entwicklungsstand, etc.)
  • Nutzen der Plattform für Einkäufer und Lieferanten (Prozesskosten einsparen, neue Leads, etc.)

Herr Lakemeyer wird über die Entwicklung von PINPOOLS als Plattform für Chemie und Kunststoffe im B2B-Umfeld berichten. Welche Herausforderungen sich insbesondere am Anfang stellten, welche Prozesserleichterungen sich durch die Nutzung einstellen, Vorteile für Lieferanten und einkaufende Unternehmen aber auch über Trends werden Sie hier erfahren.


Referent: Heribert-Josef Lakemeyer | PINPOOLS GmbH
12:30 Uhr: Informieren, Orientieren, Navigieren: Digitale Guides für Industrie-Gelände mehr
Haben analoge Lagepläne ausgedient? Die meisten Chemie-/Industriegelände stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Mitarbeiter, Besucher, Lieferanten und Dienstleister müssen sich auf bisweilen riesigen und meist unübersichtlichen Geländen zurechtfinden. Sicherheitsvorschriften, Baustellen und Sprachbarrieren erschweren diesen Prozess. Klassische Papier-Lagepläne bieten unter diesen Umständen nur bedingt Abhilfe. Marius Mülder, Gründer des Kölner Startups „Tagxter“ präsentiert in diesem Vortrag eine zeitgemäße Antwort auf diese Problemstellungen: Der „Site Guide“ bietet allen Personengruppen Informationen, Orientierung und Navigation in Form einer mobilen App. Neben diesen Hauptfunktionen werden im Vortrag typische Anwendungsfälle aus der Industrie sowie Integrationsmöglichkeiten in bestehende Prozesse vorgestellt.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Analoge Lagepläne adé: Digitalisierung der Lagepläne von Industriegeländen
  • Benefits und Anwendungsfälle des Einsatzes eines digitalen Guides auf Industriegeländen
  • Integrationsmöglichkeiten des Site Guides in bestehende Systeme und Prozesse
Referent: Marius Mülder | Tagxter UG

Nach seinem Master-Studium der Wirtschaftsinformatik gründete Marius Mülder 2015 an der Universität zu Köln mit drei Kommilitonen das Startup „Tagxter“. Für seine Geschäftsidee wurde es im selben Jahr mit dem EXIST-Gründerstipendium des BMWi ausgezeichnet. Tagxter entwickelt und vertreibt mit dem „Site Guide“ eine mobile App für Besucher und Betreiber großer Industrie-/Chemiegelände, deren Hauptfunktionen Information, Orientierung und Navigation auf dem jeweiligen Gelände sind. Seit Markteintritt Mitte 2016 konnten bereits verschiedene Kunden aus der Chemie- und Industriebranche gewonnen werden. Als Geschäftsführer von Tagxter sorgt Marius Mülder nun dafür, dass der „Site Guide“ kontinuierlich unter Berücksichtigung von Kunden- und Branchenspezifischen Anforderungen weiterentwickelt wird.

12:40 Uhr
Pause/Networking und Besuch der Ausstellung
13:40 Uhr
Echtzeitsteuerung einer Lackproduktion durch Mixed Reality – Einführung, erste Erfahrungen und Learnings
Referent: Christoph Heinen | Bergolin
Referent: N. N. | Yaveon
Referent: N. N. | Danet
14:10 Uhr
SAP-Lösungen in der Prozessindustrie
Referent: Markus Krabel  | SAP

Markus Krabel is a Global Director Business Solutions within the SAP Industry Business Unit for Industrial Machinery & Components (IM&C). He is the solution owner of SAP for Heavy Equipment Management and globally responsible for the market segment of Construction and Mining Equipment Manufacturers. Working in this global role in IM&C, he is also the key liaison person for the regions Asia Pacific and Greater China. Since he joined SAP in 1997, he mainly worked in global positions at SAP business consulting, product development and the industries. Markus enjoyed customer-facing roles in areas such as Solution and Business Process Consulting, Project Management, Process Analysis, Application Consulting, Best Practices, Implementation, Solution & Platform Development. Markus broad experiences in Software Development and Solution Management across all product life cycle phases comes with a very solid methodical and business process knowledge. He has a very strong commitment to assigned tasks, and is a person who looks for solutions and sustainable results. In private, Markus is living his dream with his wife and two children, practices the Japanese Martial Art Aikido since age 14 and enjoys travelling and intercultural learning.

14:40 Uhr
Pilotprojekt Industrie 4.0 – Die erste herstellerübergreifende Digitalisierungsplattform der Prozessindustrie - Vortrag der Projektbeteiligten mehr
Die Unternehmen BASF, SAP, Pepperl+Fuchs, SAMSON und Endress+Hauser haben erstmalig eine offene und sichere Digitalisierungsplattform für die Prozessindustrie geschaffen. In dieser neuartigen Industrie 4.0-Lösung stehen sowohl statische als auch dynamische Daten von prozesstechnischen Feldgeräten zentral zur Verfügung und können zwischen Unternehmen oder Organisationen ausgetauscht werden – z. B., um vorausschauende Wartungskonzepte zu realisieren.
Die Plattform ermöglicht somit neue Formen der datenbasierten Zusammenarbeit, durch die Effektivität und Effizienz in der Chemieproduktion signifikant gesteigert werden und neue Geschäftsmodelle entstehen. So können Gerätehersteller erweitertes Know-How in Form von Asset Health Apps bereitstellen, mit denen sich Wartungsbedarfe der Geräte präzise ermitteln, Wartungsarbeiten besser planen und Anlagenstillstände reduzieren lassen.

Aus den traditionellen Zulieferer-Hersteller-Ketten werden so leistungsfähige Wertschöpfungsnetzwerke, bei denen alle Partner auf Augenhöhe agieren und ihren Mehrwert bestmöglich einbringen können.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Bereitstellung von statischen und dynamischen Daten
  • Aufbau von leistungsfähigen Wertschöpfungsnetzwerke

Referent: Andreas Klinger | BASF
Referent: Benedikt Rauscher | Pepperl + Fuchs
Referent: Fabian Biegel | SAP
Referent: Mario Colucci | Endress+Hauser
Referent: Melanie Dürr | Samson

Melanie Dürr hat Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Darmstadt studiert und anschließend im Produktmanagement bei der SAMSON AG begonnen. Aktuell ist sie dort als Produktmanagerin im Bereich Smart Accessories für kommunikationsfähige Ventilanbaugeräte, Schwerpunkt Stellungsregler, zuständig. Zu Ihren Kernaufgaben zählen die Kommunikation von Feldgeräteinformationen, die Geräteintegration in Prozessleitsysteme und die Usability von Feldgeräte-Software. Dazu zählen insbesondere die Erfassung der heutigen und zukünftigen Anforderungen an Usability, von Desktop-Software über mobile Anwendungen, bis hin zu zukünftigen Industrie-4.0-Ansätzen und Cloud-Anbindungen.

Referent: Timothy Kaufmann | SAP
15:40 Uhr
Pause/Networking und Besuch der Ausstellung
16:10 Uhr
Das Evonik Datenmodell- Ein Wegbereiter für Industrie 4.0 mehr
Das Schlagwort Industrie 4.0 ist in aller Munde. Doch was sind die Grundlagen für diese industrielle Revolution und die Digitalisierung der Prozessindustrie? Die wohl größte Herausforderung ist es, die heterogenen Daten der verschiedenen Disziplinen einer Chemieanlage im Asset Life Cycle konsistent zu erzeugen, zur Verfügung zu stellen und zu transportieren. Sowohl für den externen als auch für den internen Datenaustausch zwischen Engineering und Betrieb werden hierbei belastbare Datenmodelle benötigt, die Tool-übergreifend über den gesamten Asset-Lifecycle angewendet werden können. Der Vortrag wird die Herausforderungen und Randbedingungen aufzeigen, unter denen das Evonik Datenmodell mit einer effizienten CAE Landschaft innerhalb und außerhalb des Unternehmens gelingen kann.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Vorteile der strukturierten Datenmodellierung
  • Einfluß des Spannungsdreieck  beste Einzelprozessunterstützung - konsistente Daten - Datenweitergabe
  • Prozesse - Workflows - Tools  Was muß sich ändern - was bleibt?
Referent: Dr. Dorothea Schwarz | Evonik Technology & Infrastructure GmbH

1990 Berufsbeginn als Chemieingenieur in der IT Abteilung der Hüls AG
1991 Promotion über Expertensysteme in der Prozeßsynthese
ab 1992 diverse Stationen in den Nachfolgegesellschaften der Hüls AG
u.a. nationales und internationales Projektmanagement
2012-2017 ENPRO
2017 Projektleitung CAE im Anlagenbau

Referent: Michael Wiedau | Evonik Technology & Infrastructure

1998-2001 RWTH Aachen, Berufsausbildung mathematisch-technischer Assistent
2001-2004 Software Entwickler digitale Sprachübersetzung bei AixPlain, GPS Werbeagentur
2004-2007 Dozent an der RWTH Aachen
2007: Abschluss Diplom-Informatik (FH Aachen)
2007-2009 Software Entwickler am Lehrstuhl für Prozesstechnik
2009-2011 Projektmanager bei AixCAPE e.V. #
2010: Abschluss Master of Science in Artificial Intelligence (Uni Maastricht, NL)
2011-2016 Projektmanager ENPRO und DEXPI bei der Aachener Verfahrenstechnik (AVT)
seit Dezember 2016: Data Integration Manager bei Evonik

16:40 Uhr
Von der modularen Anlage zum modularen Prozess auf Bestellung – Modularität zu Ende gedacht
Referent: Prof. Dr. Ing. Leon Urbas | TU Dresden
17:00 Uhr
Podiumsdiskussion Wo stehen wir bei der Digitalisierung in der Prozessindustrie?
Referent: Andreas Klinger | BASF
Referent: Axel Lorenz | Siemens
Referent: Christoph Heinen | Bergolin
Referent: N. N.
Referent: Prof. Dr. Ing. Leon Urbas | TU Dresden
17:40 Uhr
Zusammenfassung und Verabschiedung
17:45 Uhr
Ende des ersten Veranstaltungstages
19:00 Uhr
Abendveranstaltung

Donnerstag, 12. Oktober 2017

08:30 Uhr
Registrierung und Besuch der Ausstellung
09:30 Uhr
Digitalisierungsstrategie bei Linde – Mit VR und Datenanalyse zu neuen Geschäftsmodellen
Referent: Philipp Karmires | Linde

Forum I: Digitalisierung im Anlagen-Lifecycle

10:10 Uhr

10:10 Uhr: Anlagenplanung in Bestandsanlagen - Herausforderungen an & durch die Digitalisierung mehr
Die digitale Anlagenplanung kann erst dann ihren vollen Mehrwert ausspielen, wenn alle Anlagendaten vollständig zur gewerkübergreifenden und von Projektphasen unabhängigen Nutzung zur Verfügung stehen. In vielen Bestandsanlagen ist diese erforderliche lückenlose Dokumentation nicht gegeben. Noch immer stehen viele Dokumente entweder nur in Papierform oder CAD-Dateien unterschiedlicher Applikationen und Versionen zur Verfügung oder können herkömmlich nur mit großem Aufwand erarbeitet werden.

Dabei ist der Einsatz digitaler Werkzeuge und Tools zur schnellen, kostengünstigen und möglichst vollständigen Beschaffung, Aufbereitung und Bereitstellung der Daten zunehmend erfolgskritisch. Laserscan, Photogrammetrie, Scan von Bestandsunterlagen sind hierfür am Markt etablierte Werkzeuge. Ihre sinnvolle Kombination und Vernetzung schafft für Mitarbeiter und Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung einen entscheidenen Wettbewerbsfaktor in der Anlagenplanung.

Anhand eines Praxisbeispiels werden die Herausforderungen und mögliche Lösungsvorschläge skizziert und diskutiert.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Werkzeuge der Digitalisierung
  • Herausforderungen durch Kundenwünsche
Referent: Dr. Mickael Planasch | Infraserv Gendorf

07.2017 - jetzt: Leiter Engineering, InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG
01.2016 - 06.2017: Abteilungsleiter Prozessanlagen, Engineering, Leiter Engineering, InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG
11.2011 - 12.2015: Projektmanager, Clariant Produkte (Deutschland) GmbH
07.2010 - 10.2011: Technical Project Manager: Borealis Agrolinz Melamine GmbH
08.2007 - 06.2010: Verfahrenstechnikingenieur Borealis Agrolinz Melamine GmbH
09.2001 - 11.2006: Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Technische Universität Graz


Erste Erfahrungen mit Werkzeugen der Digitalisierung, wie z.B. Laserscan, intelligente Fließbilder,... wurden vor 10 Jahren gewonnen. Seither beständige Weiterentwicklung des Know-Hows.

10:40 Uhr: Pause/Networking, Besuch der Ausstellung
11:20 Uhr: Konsistente Datenaufbereitung und -bereitstellung im Anlagenlebenszyklus mehr
Der Beitrag thematisiert den Einsatz von (Teil-) Automation im Anlagenbau und behandelt schwerpunktmäßig grundlegende Voraussetzungen zur Generierung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung von Daten. Mit zunehmender Verbreitung der Methode des Building Information Modeling (BIM) tritt die lebenszyklusbasierte Koordination der Daten in den Vordergrund. Die Grundlage hierfür ist ein Planungsmodell, welches über die Dauer der Projektabwicklung bis einschließlich des Anlagenbetriebs als wesentliche Informationsbasis dient.

Im Anlagenbau ist eine modellorientierte Planung bereits heute Standard. Zur Generierung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung von Daten werden heute im Anlagenlebenszyklus häufig Insellösungen eingesetzt. Dieses erschwert eine gewerkeübergreifende Generierung und Koordination der Daten und führt zu Informationsbrüchen. Gründe hierfür sind unterschiedliche Software, Schnittstellen zwischen Soft- und Hardware, Protokolle und unterschiedliche Standards. Zudem sprechen unterschiedliche Fachdisziplinen verschiedene Sprachen.

Hier setzt der Beitrag an und betrachtet Eigenarten und Herausforderungen im Hinblick auf Informationsbrüche im Anlagenlebenszyklus.

Als Ergebnis wird eine Hard- und Softwarearchitektur für eine konsistente, smarte Datenaufbereitung und -bereitstellung auf Basis von Praxisbeispielen konzipiert. Im Ausblick werden darauf aufbauend mögliche Einsatzszenarien von selbstlernenden Systemen zur Datenanalyse beschrieben.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • 1. Vorgehen zur Generierung, Aufbereitung und Weiterverarbeitung von Daten im Anlagenlebenszyklus
  • 2. Anforderungen an eine gewerkeübergreifende Koordination der Daten  
Referent: Dirk Schlüter | Universität Duisburg- Essen

Dirk Schlüter, M.Sc.
Ausbildung
Seit 2016: Promotion im Bereich Automatisierung im Anlagenbau, Universität Duisburg- Essen
Master of Science Bauingenieurwesen, Universität Duisburg- Essen

Berufserfahrung
Seit 2016: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Baubetrieb und Baumanagement, Universität Duisburg- Essen
Seit 2016: Freiberuflicher Ingenieur
2015- 2016: Associate, M+P
2014-2015: Projektmanager, Arcadis Deutschland GmbH

11:50 Uhr: Bessere Prognosen für die vorrauschauenden Instandhaltung – Neuer Lösungsansatz vereinigt Datenanalyse und Erfahrung der Mitarbeiter mehr
Es wird eine neue Methodik vorgestellt, mit deren Hilfe es Anwendern von Datenanalyse-Tools in Industrieunternehmen ermöglicht wird, mit geringerem Aufwand bessere Datenanalyseergebnisse zu erzielen als bisher. Als Beispielfall dient die Prognose der Verstopfung einer Zweistoffdüse. Dazu wurde in einem ersten Schritt eine sehr einfache Zielfunktion für das neuronale Netz definiert, welche einen vermuteten Anstieg der Verstopfungsneigung vor einer aufgezeichneten Verstopfung approximiert. Das Erfahrungswissen der Mitarbeiter über den Druck und Temperaturverlauf vor einer Verstopfung konnte in einem Fuzzy-Modell beschrieben werden. Mit Hilfe der Betriebsdaten wurden anschließend mittels neuronaler Netze, Fuzzy-Modell sowie einer Kombination aus beiden Modellarten mit dieser Zielfunktion korreliert. Die Kombination beider Modellarten approximiert die Verstopfungsneigung wesentlich besser.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Modellierung von Erfahrungswissen von Mitarbeitern
  • mathematische Verknüpfung von Erfahrungswissen mit Datenanalysen
  • Anwendungsbeispiel: Prognose der Verstopfung einer Zweistoffdüse
Referent: Dr.-Ing. Nico Zobel | Fraunhofer IFF

1997 – 2003 Studium der Energie- und Verfahrenstechnik an der TU Berlin sowie am Illinois Institute of Technology, Chicago, USA.
2003 – 2007 Promotion am Fachgebiet EVUR der TU Berlin im Bereich Reaktionstechnik.
2006 – 2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz-Haber-Institut Berlin.
2007 – 2013 Leiter der Arbeitsgruppe “Thermochemische Prozesse in Festbettreaktoren” am FG EVUR der TU Berlin
2013 – 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IFF Magdeburg, Geschäftsfeld Prozess- und Anlagentechnik
2014 – 2017 Gruppenleiter am Fraunhofer IFF, Magdeburg, Geschäftsfeld Prozess- und Anlagentechnik
seit 2017 Leiter Prozessindustrie 4.0, Fraunhofer IFF, Magdeburg, Forschungsfeld Konvergente Infrastrukturen

12:20 Uhr: Pause/Networking und Besuch der Ausstellung
13:20 Uhr: Vom Scan zum 3D-Anlagenmodell – Reverse Engineering im Reinformat mehr
Anlagenplaner und Servicedienstleister für Anlagenwartung stehen heute oftmals vor der Herausforderung, ein digitales und dreidimensionales Anlagenmodell unter Berücksichtigung bereits existierender Anlagenstrukturen zu erstellen. Doch oft fehlen den Projektverantwortlichen 3D-Daten, die den Ist-Zustand des Objektes verlässlich abbilden. Abhilfe schafft ein Aufmaß vor Ort, das jedoch wirtschaftlichen Anforderungen, wie minimierten Stillstandzeiten und geringen Projektkosten, gerecht werden muss. 3D-Laserscanner erledigen das Aufmaß schnell, zuverlässig und kostengünstig. Komplexe Industrieanlagen lassen sich in kurzer Zeit effizient erfassen. So tastet beispielsweise der FARO Laser Scanner FocusS Anlagenkomponenten, wie Rohrstränge, Stahlträger und Tanks, schnell und präzise ab und erzeugt mit bis zu einer Million 3D-Messpunkte pro Sekunde ein vollständiges räumliches Abbild, selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen und Witterungsbedingungen. Das Ergebnis ist maßgenau und geometrisch exakt. Liegen die vollständigen Punktwolkendaten vor, können sie mit FARO SCENE registriert und anschließend direkt in AutoCAD weiterverarbeitet werden.
Halb-automatisierte Tools zur Bauteilextraktion in FARO PointSense Plant stellen eine effiziente Auswertung der 3D-Daten in klassische CAD-Objekte (3D-Volumenkörper) sicher. Die resultierenden Modelle können im Anschluss direkt in Anlagenplanungsprogramme wie zum Beispiel Plant 3D®, MEP®, CADWorx®, AutoPLANT® usw. konvertiert werden. Hier dienen sie schließlich als weiterführende Planungsgrundlage.

Referent: Alexander Bauer | Faro

Bauzeichner
Dipl.-Ing. (FH) Vermessung und Geoinformatik abgeschlossenes Studium
seit 11 / 2005: Account Manager FARO Europe GmbH & Co. KG, Korntal-Münchingen
10 / 2000 – 05 / 2005: Vermessung und Geoinformatik Fachhochschule, Würzburg
09 / 1999 – 07 / 2000: Technischer Zweig Berufsoberschule, Schweinfurt

14:50 Uhr: Modernes Dokumentationsmanagement in der Öl-Industrie mehr
Wie funktioniert Datenmanagement heute? Ist es noch zeitgemäß handschriftlich Protokolle zu generieren oder auf Landkarten den Standort einer Anlage zu finden? – In Zeiten von Industrie 4.0 klingt dies überholt.
In diesem Vortrag soll anhand eines konkreten Beispiels gezeigt werden, wie modernes Dokumentationsmanagement mit Hilfe der AR-basierten Datenmanagementsoftware UBIK® in der Öl-Industrie aussehen kann. Genauer handelt es sich um ein Projekt von Augmensys bei der Rohöl Aufsuchungs-AG.
Bei Sichtungsrundgängen müssen Mitarbeiter, in bestimmten Intervallen, an 338 weitläufig verstreuten Öl- bzw. -Gas Bohrsonden Messungen vornehmen, Mängel dokumentieren und zuerst die Richtige der Bohrsonden im Gelände finden.
Mit UBIK®, modern mobilen End-Geräten und dem Know-How von Augmensys konnten diese Sichtungsrundgänge einfacher und effizienter gestaltet werden. Wie genau dies erreicht wird, welche Technik dahintersteht und welche Vorteile sich daraus für den Kunden ergeben wird in diesem Vortrag von CEO Helmut Guggenbichler erläutert.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Einsatz von modernem Datenmanagement zur Kosten- und Zeiteinsparung
  • Qualitative Wertsteigerung von Firmendaten durch effektives Datenmanagement
  • Wie Augmented Reality im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann 
Referent: Helmut Guggenbichler | Augmensys

Ausbildung/Studium
1983 bis 1988: HTL Klagenfurt (Elektrotechnik)
1989 bis 1997: Studium Elektrotechnik an der TU Graz Fachrichtung Regelungstechnik & Prozessautomatisierung

Beruflicher Werdegang
Okt 1997 bis Nov 2001: Andritz AG Graz Abteilung AE
(Automatisierung & E-Technik)
Projektingenieur Automatisierung

Dez 2001 bis Nov 2008: innotec GmbH, Klagenfurt
Geschäftsführer verantwortlich für Vertrieb und Implementierung der CAE Software Comos in Österreich und CEE

Dez 2008 bis Juni 2011: Siemens Industry Software GmbH (nach Akquisition von innotec durch Siemens)
Prokurist verantwortlich für Vertrieb und Implementierung der CAE
Software Comos in Österreich und CEE

Derzeitige Tätigkeit:
seit Juli 2011:
Augmensys GmbH, Klagenfurt
Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer

15:20 Uhr: Die Digitalisierung der technischen Anlage mithilfe des Prozessmanagements vorantreiben mehr
Die derzeit laufende Digitalisierung von Anlagen wird in aller Regel von einzelnen Abteilungen oder Personen getrieben. Viele Projekte bleiben stecken, da ein Gesamtkonzept fehlt oder noch in Arbeit ist. Generell ist die Frage des systematischen Vorgehens in vielen Fällen nicht eindeutig geklärt.
Vor allem auch stellt sich immer wieder die Frage: Was wollen wir überhaupt digitalisieren und was bringt uns das?
Alle Anlagen besitzen ein, in der Regel ungeliebtes, Prozess-Management-System, das dafür eigentlich prädestiniert wäre, diesen Prozess zu fördern und voranzutreiben. Der Vortrag zeigt auf, wie anhand der Prozessbeschreibungen die Digitalisierung der technischen Anlagen und gleichzeitig das Prozess-Management-System vorangetrieben werden können, ohne dass Brüche im Instandhaltungsprozess die positiven Effekte auffressen.



Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Wie man das Prozessmanagement-System für die Digitalisierung nutzt und gleichzeitig anpasst
  • Wie der Digitalisierungsprozess in einer laufenden Anlage systematisch angegangen werden kann
  • Wie man die gesamte Belegschaft in den Prozess mitnimmt



Referent: Gerhard Krug | Afinion Innovations

Gerhard Krug ist seit 30 Jahren Projektleiter/Teilprojektleiter/Fachspezialist für Projektmanagment und Projektplanung sowie Spezialist für den Einsatz und Strukturierung von Prozessmanagementsystemen in hoch regulierten Bereichen. Daneben führt er MS Project in Betrieben ein und strukturiert gemeinsam mit den Fachspezialisten das Projektmanagement-Vorgehen. Immer wieder unterstützt er aktiv als Mitarbeiter auf Zeit Firmen in der Umsetzung von Digitalisierungsstrategien mithilfe von Managementsystemen und/oder strukturiert solche Systeme für Kunden neu.

Forum II: Mit modularem Anlagenbau zur flexiblen Produktion

10:10 Uhr

10:10 Uhr: Automatisierung modularer Anlagen – Betreiberwunsch trifft Realität, aktuelle Entwicklungen und Ansätze der NAMUR mehr
Schwankende Beschaffungs- und Absatzmärkte sowie die Verkürzung von Produktlebenszyklen führen nicht nur in der Fertigungsindustrie zu einer starken Erhöhung des Kostendrucks. Auch die chemische und pharmazeutische Industrie ist hiervon stark betroffen. Gerade die Verringerung der Produktlebenszyklen resultiert in der Verkürzung der Anlagenlaufzeiten. Aufgrund dessen besteht die Anforderung Anlagen zukünftig flexibler zu designen und so die Umrüstzeiten für Produktionsanlagen erheblich zu verkürzen. Während diverse Projekte gezeigt haben, dass die Modularität physikalisch und auch verfahrenstechnisch realisiert werden kann, hinken die Automatisierungsansätze hinterher. Aus diesem Grund arbeiten Gremien von Namur, ZVEI und GMA daran, herstellerneutrale Austauschformate zur Integration von Modulen in die Prozessführungsebene zu spezifizieren. Der Vortrag gibt eine Übersicht über den aktuellen Stand der gemeinsam erarbeiten Ansätze.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Herausforderungen bei der Automatisierung modularer Anlagen
  • Aktueller Stand der Arbeiten zur Definition Hersteller neutraler Beschreibungmittel für verfahrenstechnische Module
  • neue Möglichkeiten zur Package Unit Integration
Referent: Dr. Jens Bernshausen | Leiter des AK 1.12

Jens Bernshausen arbeitet seit Oktober 2012 bei der Invite GmbH. Hier ist er zuständig für die Automatisierung von modularen Produktionsanlagen. Seit 2014 ist er Leiter des Namur-Arbeitskreis 1.12 „Automatisierung Modularer Anlagen“ und betreut die Arbeiten zur Standardisierung herstellerneutraler Beschreibungsmittel zur nahtlosen Integration von Prozessmodulen in die Prozessführungsebene.

10:40 Uhr: Pause/Networking, Besuch der Ausstellung
11:20 Uhr: Engineering mit der DIMA/MTP-Methodik – Die Feuertaufe ist bestanden mehr
Im November 2014 hat WAGO mit großem Erfolg die Methodik DIMA – Dezentrale Intelligenz für Modulare Anlagen - vorgestellt. Ziel der DIMA Idee ist es, schnell zu verändernde Produktionsabläufe durch intelligente Produktionsmodule und einem selbstlernenden Produktionsleitrechner zu ermöglichen. Das zentrale Element der DIMA Methodik ist das MTP – Module Type Package. Es beschreibt in digitaler Form ein komplettes Produktionsmodul bestehend aus seinem mechanischen Aufbau, Sensoren, Aktoren, Ventilen, etc..  Bei WAGO wird das MTP nach erfolgter Programmierung eines Produktionsmodules auf Knopfdruck aus dem Programmcode des e!COCKPIT erzeugt. Das MTP wird anschließend in den überlagerten Produktionsleitrechner eingelesen. Ähnlich einem Druckertreiber weiß das Produktionsleitsystem sofort, welche Funktionen das Produktionsmodul beinhaltet und wie es in der Visualisierung dargestellt werden soll. Für den Produktionsleitrechner ist das SCADA System ZENON von Copa-Data in der Lage MTPs einzulesen und den Prozess zu steuern.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Das Prinzip der DIMA Methodik unter Nutzung des MTP (Module Type Package)
  • Aufbau eines MTP - Module Type Package
  • Engineering unter Nutzung des WAGO e!COCKPIT
Referent: Ulrich Hempen | Wago

Ulrich Hempen, 1964 geboren, wurde bei der Preußen-Elektra (heute E.ON) 1980 - 1982 zum Elektroanlageninstallateur und Energieanlagenelektroniker ausgebildet. Es folgte ein Studium der Elektrotechnik an der Fachhochschule Bielefeld mit dem Abschluss als Dipl.-Ing.. Ulrich Hempen verantwortete von 1990 – 95 das Produktmanagement für HART-Druckmessumformer bei der Hartmann & Braun AG. 1995 wechselt er zur Endress+Hauser AG und wird Gruppenleiter im Produktmanagement für Systemtechnik. 1998 wechselt er innerhalb des Unternehmens zur Endress+Hauser Process Solutions AG und wird Bereichsleiter für Systemtechnik. 2001 wird Ulrich Hempen geschäftsführender Gesellschafter der Endler & Kumpf GmbH & Co. KG und Astron Automation GmbH & Co. KG in Minden und führt das Unternehmen erfolgreich bis 2007. Seit 2007 ist er bei der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG gesamtverantwortlich für das internationale Key Account und Branchenmanagement der Industrie, Energie- und Prozesstechnik.

11:50 Uhr: Der Umgang mit sicherheitsrelevanten Daten – So erhöht modulare Automation die Anlagenverfügbarkeit mehr
An einem Beispiel aus der Praxis wird die herkömmliche Integration von Sicherheitssystemen in eine Prozessführungsebene und die Integration über eine systemneutrale Beschreibung der Schnittstelle verglichen. Es werden die Vor-und Nachteile beider Integrationswege gezeigt .

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag

  • Anbindung von Sicherheitssystemen an Prozessführungsebenen
  • Erhöung der Anlagenverfügbarkeit
  • Umgang mit sicherheitsrelevanten Daten 
Referent: Christoph Kotsch | Hima

Dipl.-Ing. (FH) Christoph Kotsch ist seit 2009 verantwortlich für die Integration von HIMA Steuerungen in ABB Systeme. Zusätzlich zu ABB, zwei Jahre verantwortlich für die Integration von HIMA Steuerungen in Honeywell Systeme. Seit 2002 konnte er diverse Prozessleitsystem kennenlernen und konfigurieren: ABB Prozessleitsystem Symphony Melody, ABB System 800xA mit AC 870P,AC 450, AC 800M und AC 800F, Honeywell Experion PKS, Siemens Prozessleitsystem Teleperm XP, SIMATIC PCS 7, Alstom Prozessleitsystem ALSPA, B&R Prozessleitsystem APROL . Seit 2015 aktive Mitarbeit in den Arbeitskreisen Modulare Automation ZVEI und NAMUR, AK 1.12.1“Technologiebewertung“ AK 2.3 “Prozessführung“ , AK 2.9.1 “HMI“ GMA 5.16 „Normierung “.

12:20 Uhr: Pause/Networking und Besuch der Ausstellung
13:20 Uhr: Integrated Engineering - Mit dem digitalen Zwilling zur modularen Anlage und zurück mehr
Die Komplexität heutiger Produktionsanlagen, erfordert den Einsatz unterschiedlichster Spezialsoftware. Um über die vielfältige Software hinweg Integriertes Engineering zu ermöglichen braucht es intelligente Tools.
Als Antwort auf diese Marktanforderungen hat SpiraTec eine Erweiterung zum AVEVA Planungsumfeld
entwickelt, die alle beteiligten Systeme aktiv und kommunikativ miteinander verbindet und alle Informationen inklusive der Projektorganisation und Kommunikation in Echtzeit bereithält um effektiv und effizient (modulare) Anlagen zu planen.
SpiraTec entwickelt derzeit eine Umgebung die den Kreis der Informationen vom Betrieb zurück in den digitalen Zwilling schließt und die Anlagensteuerung auf das nächste Level hebt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Projektorganisation und Kommunikation in der integrierten Planungsumgebung
  • Modular planen in der integrierten Planungumgebung
  • Die integrierte Planungsumgebung im Anlagenlifecycle
Referent: Merih Aker | Spiratec

Merih Aker Am 28.04.1968 geboren in Mannheim. Herr Aker verfügt über 28 Jahre Erfahrung im Anlagenbau Verantwortlich für Projekte im Chemischen-, Petrochemischen-, Pharmazeutischen-, Kraftwerks- und Kerntechnologischen Anlagenbau. Vorreiterrolle beim Umbruch weg von Reißbrett und Plastikmodellbau ins digitale Computerzeitalter (1992). Seit 2 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Projektmanagement und Arbeitsprozessoptimierung im Umfeld von Planungs- und Dienstleistungsumgebungen. Bei SpiraTec ist er unter anderem verantwortlich für 3D Anlagenplanung im interdisziplinären Anlagenbau. Herr Aker ist Mitglied in verschiedenen Entwicklungsfachgruppen u.a. ‚Durchgängiges Engineering von Leitsystemen‘ von VDI/VDE.

14:50 Uhr: Auf dem Weg zur Prozessindustrie 4.0 – Planungsassistenzsysteme als Enabler für die modulare Produktionslogistik mehr
Viele Zweige der Prozessindustrie wie die Feinchemie- und Pharmaindustrie sehen sich derzeit einer wachsenden Unsicherheit und Dynamik von Marktverläufen, zunehmenden Anforderungen zur Produktdifferenzierung und kürzeren Produktlebenszyklen ausgesetzt. Die Einführung wandlungsfähiger Produktionskonzepte stellt für die Prozessindustrie eine Innovation und eine radikale Abkehr von den bisherigen Gestaltungsprinzipien dar. Zudem befähigen diese Konzepte zu einer Verkürzung der Planungs- und Entwicklungszeiten. Um diese Systeme in eine funktionsfähige Betriebsumgebung zu integrieren und schnell (re)konfigurie-ren zu können, müssen sie adäquat logistisch ver- und entsorgt werden und im Sinne von Industrie 4.0 als Cyper-physische Systeme „Plug & Produce“ funktionieren. Das Ziel des Vorhabens besteht in der Entwicklung eines simulationsbasierten Planungsassistenzsystems zur Planung und Bewertung dieser Systeme. Das Planungsassistenzsystem ermöglicht die schnelle und frequente (Re)konfiguration modularer Produktionssysteme, um kurzfristig auf veränderte Bedarfssituationen reagieren zu können.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Einführung in die modulare Produktionslogistik
  • Stand der Technik modularer Logistik und Produktion
  • Planungsassistenzsysteme im Kontext modulare Produktionslogistik
Referent: Nikolas Jürgensmeyer | Fraunhofer IML

Nikolas Jürgensmeyer, geboren 1988, studierte an der Technischen Universität Dortmund im Master Industrial Engineering mit dem Schwerpunkt Produktionstechnik. Seit 2017 ist er am Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund tätig. Dort arbeitet er im Forschungsfeld der modularen Logistik in der Prozessindustrie - Forschungsprojekt "LEGOLAS - Planungsassistenzsystem für modulare Industrie 4.0 Anlagen in der Prozessindustrie".

15:20 Uhr: Modularer Anlagenbau - Enabler für mehr Flexibilität in der Pharma- und Biotechbranche
Referent: Gerald Dollberger | Zeta

Forum III : Auf dem Weg zur Prozessindustrie 4.0

10:10 Uhr

10:10 Uhr: Asset Performance durch IoT mehr
An der Digitalisierung (Industrie 4.0) führt auch in der Prozessindustrie kein Weg vorbei. Die Firma MÜNZING Chemie GmbH und Bilfinger SE haben gemeinsam einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, um verschiedene Anlagen zu digitalisieren. Dabei steht für beide Partner die Notwendigkeit einer praktikablen, wirtschaftlichen und vor allem zügigen Umsetzung im Vordergrund. Durch die Vernetzung aller Daten in einer Plattform werden neue signifikante Potentiale gehoben, die bisher nicht erschließbar waren. Neben mordernen Dashboards sollen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) neue Anwendungs- bzw. Businessmodelle entstehen. Die gesamte Projektlaufzeit ist mit insgesamt 9 Monaten ein Beispiel für die Innovationskraft beider Firmen.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Digitalisierung eines chemischen Betriebs mittels IoT-Plattform
  • Optimierung Maintenance durch Nutzung von Produktionsdaten / Optimierte Entscheidungen durch höhere Transparenz
  • Von deskriptiver zu präskriptiver Analyse
Referent: Dr. Andreas Heidbreder | Münzing Chemie

05/2016 - heute Produktions- und Werksleiter Standort Heilbronn, Münzing Chemie GmbH
03/2014 - 05/2016 Werkleiter Standort Wittenberge, Cremer Oleo GmbH & Co. KG
01/2013 - 02/2014 Selbstständigkeit Managementberatung
08/2006 - 12/2012 Werkleiter Standort Illertissen, BASF Personal Care and Nutrition GmbH
01/2005 - 07/2006 Site Director, Cognis Thai Ltd., Bangkok, Thailand
11/2001 - 12/2004 Betriebsleiter Fettsäureproduktion, Cognis GmbH
11/2000 - 10/2001 Assistent der Geschäftsführung, Cognis GmbH
12/1998 - 10/2000 Leiter Analytik, Entwicklung, Qualitätsmanagement der Derivatebetriebe, Cognis GmbH
09/1994 - 11/1998 Laborleiter, Henkel KGaA
03/1990 - 08/1994 wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Münster
10/1985 - 08/1994 Chemiestudium und Promotion Universität Münster, Abschluss Dipl.-Chemiker / Dr. rer. nat.

Referent: Franz Xaver Braun | Bilfinger Berger

04/2017 - heute Chief Digital Officer, Bilfinger SE, Mannheim
2014 - 03/2017 Vorsitzender der Geschäftsführung, Bilfinger Maintenance GmbH, Heidelberg
2008 - 2014 Geschäftsführer (Sprecher), Bilfinger Maintenance Südwest GmbH, Leimen
2005 - 2008 Direktor Bilfinger Industrial Services Swiss AG (Personalunion), Zofingen
2000 - 2008 Geschäftsführung Rheinhold & Mahla, Leimen

10:40 Uhr: Pause/Networking, Besuch der Ausstellung
11:20 Uhr: 10 Schritte zur IT-Sicherheit in der Produktion mehr
Die Digitalisierung stellt kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen, wenn es um den sachgemäßen Umgang mit unternehmenskritischen Daten geht. Dieser Vortrag gibt Hilfestellung bei der Identifizierung möglicher Schwachstellen in der Unternehmens- und Produktionsinfrastruktur sowie dem Umgang solchen Daten. Gleichzeitig werden Hilfsmittel und Wege aufgezeigt die identifizierten Schwachstellen gezielt zu eliminieren und so das eigene Unternehmen zuverlässig vor Cyber-Attacken zu schützen. Der Vortrag richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen, welche auf der Suche nach einem einfachen Vorgehensmodell für die Verbessung der Cyber Security in ihren Produktionsanlagen sind.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Die Top-10-Bedrohungen für Automatisierungssysteme und deren Handlungsfelder
  • Hinweise zur Identifizierung, Bewertung und Schutz der Assets
  • 10 Maßnahmen zum Schutz vor Bedrohungen der IT-Sicherheit
Referent: Kay Miller | WAGO

Kay Miller wurde 1972 in Lübbecke geboren und ist Vater eines Sohnes und einer Tochter. Nach seiner Ausbildung zum Elektroinstallateur im Handwerk in den Jahren 1989 bis 1993 folgten Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich der Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Sein Tätigkeitsfeld umfasste die Bereiche der Elektroanlageninstallation, des Kundendienstes, der Kommunikationstechnik und Anlagenprogrammierung. Im Jahr 1998 folgte die Qualifikation zum Meister im Elektrotechnikerhandwerk. Ein Jahr später folgte die Anstellung zum technischen Vertriebsberater Industrie bei WAGO. Kay Miller wechselte 2009 ins Market Management Industrie & Process und baute dort das Geschäftsfeld Wasser / Abwasser auf. Dort konnte er seine umfangreichen Erfahrungen in Projekten der "Kritischen Infrasruktur" einbringen und erweitern. Seit 2015 leitet Kay Miller die Prozesstechnik bei WAGO und zeichnet somit für die Branchen ÖL & Gas, Chemie, Lebensmittel, Bergbau sowie Wasser / Abwasser verantwortlich. In der Gremien- und Verbandsarbeit hat er bei der "Integrierten Technologie-Roadmap Wasser /Abwasser Automation 2020+" des ZVEI sowie des BDZ-Arbeitskreises " Kleinkläranlagenbetriebskonzepte" mitgewirkt.

11:50 Uhr: Cyber-Sicherheit aus Sicht eines Global Players
Referent: Eugenio Carlon | Airbus
12:20 Uhr: Pause/Networking und Besuch der Ausstellung
13:20 Uhr: Evolutionsstrategien für die Prozessautomation 4.0 - Mit modularer Architektur fit für Cloud Computing und Data Mining mehr
Der Vortrag wird Ihnen aufzeigen  auf welche Standards und Konzepte Sie setzen sollten um für die nächste Evolutionsstufe in der Prozessautomatisierung gewappnet zu sein.
Die aktuellen Anforderungen, wie sichere Kommunikation auf allen Ebenen oder modulare Architektur der Anlagen-Software werden im Vortrag gesamtheitlich betrachtet, auch in Hinblick auf zukünftige Themen wie data mining zur Prozess- und Wartungsoptimierung oder cloud computing zur effizienten Analyse Ihrer Automatisierungsinfrastruktur.
Im Vortrag wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, auf bewährte Konzepte und Strukturen zurück zu greifen und diese mit zukunftsträchtigen Ansätzen und Technologien zu vereinen.
Anhand einer  Beispielimplementierung wird dargestellt wie eine bestehende Prozessautomatisierung in eine zukunftssichere hybrid Lösung migriert werden kann und somit eine Evolution anstatt einer Revolution stattfinden kann.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Evolution von Bestandsanlagen mit klassischer Struktur hin zu modularer Architektur
  • Anwendung von Data Analytics & Data Mining in Strukturen einer lokalen Prozessanlage
  • Schrittweise Erweiterung von Bestandsanlagen
Referent: Matthias Rosch | B&R

Matthias Rosch hat er bei der Celanese GmbH 5 Jahre die Prozessleittechnik in Chemieanlagen betreut. Bei B&R ist er nun seit 10 Jahren im Kompetenzzentrum Prozess- und Anlagenautomatisierung in Bad Homburg tätig. Hier berät er als Systemspezialist Integratoren und Anlagenbetreiber bei der Auslegung von Migrationsprojekten. Für den modularen Anlagenbau hat er die Konzepte auf Basis der Prozessleitsoftware APROL mit entwickelt. Seit 3 Jahren betreut er im Business Development die europaischen B&R Niederlassung bei der Projektauslegungen im Anlagenbau sowie für Prozessanlagen.

14:50 Uhr: Digitalisierung, Modularisierung und Prozessindustrie 4.0 - Automatismus zu mehr Effizienz und Kostenersparnis? mehr
Die Frage, wie Digitalisierung, Modularisierung oder Prozessindustrie 4.0 im Unternehmen umgesetzt werden können, bereitet nicht selten Bauchschmerzen, insbesondere vor dem Hintergrund der teils sehr großen Herausforderungen, die eine konsequente Umsetzung bedeutet. Willkommen daher das Versprechen von hoher erwarteter Effizienz und Kostenreduzierung. Dieser Vortrag geht der Frage nach, ob und welche Aspekte bei dieser Argumentation vergessen werden und was daraus für das Engineering im Anlagenbau und -betrieb folgt.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Welche Aspekte spielen über die reinen Inhalte hinaus eine Rolle?
  • Ist "Nichtstun" kostengünstiger als gescheiterte Digitalisierungsprojekte?
Referent: Robert Langbein | AVEVA

Robert Langbein studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit den Schwerpunkten Supply Chain- und Lean Management. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit der praktischen Anwendung der damals neuen Methode des "Value Stream Mapping". Die Frage, wie Verschwendung in Prozessen eleminiert werden kann und wie Methoden aus der Produktionsplanung im Engineering von Maschinen und Anlagen angewendet werden können, beschäftigt ihn seit dieser Zeit. Seit 10 Jahren im Vertrieb von Engineering-Software tätig, stehen für ihn Verbesserung von Prozessen, des Informationsflusses und die Erhöhung der wertschöpfenden Tätigkeiten der Kunden im Focus. Robert Langbein ist seit 2015 bei der AVEVA GmbH, dem führenden Anbieter von Engineering-Software für die Plant, Power and Marine Industrie, als Account Manager beschäftigt.

15:20 Uhr: Warenfluss und Maschinen per Augmented Reality steuern – Praxisbeispiel bei man
Referent: Jonas Kops | nxtbase technologies
15:50 Uhr
Zusammenfassung und Verabschiedung
16:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

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