Programm

Bitte beachten Sie, dass es im Programm des 2. Smart Process Manufacturing Kongress vom 25.-26. Oktober 2018 in Würzburg noch zu kleinen Änderungen kommen kann.

Forum I: Digitalisierung im Anlagen-Lifecycle
Forum II: Auf dem Weg zur Smart Factory
World Café: Arbeiten im Werk 4.0

Begleitend zum Vortragsprogramm findet eine Fachausstellung statt.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

09:30 Uhr
Registrierung und Besuch der Ausstellung (Frühstücksimbiss)
10:05 Uhr
Keynote Opening (english)
Escaping the Technology Trap: Why big data does not work without common sense? Bringing humans back to the center of innovation mehr
The dreams of infinite information that created the digital economy have turned into a technology trap for many organizations. A dysfunctional relationship with digital technology, and misunderstandings about how to use new technologies to give ourselves more power, has led to widespread organizational confusion and paralysis. In this presentation, Dr. Kimo Quaintance will show us how insights from the science of human movement, together with emerging technologies like virtual and augmented reality, reveal a path to a sustainable, human-centered digital transformation where big data and artificial intelligence can help us to become more creative, innovative, and powerful.

Das lernen die Teilnehmer in Ihrem Vortrag:

  • Why the way we use technology has led to more confusion and loss of power for most users.
  • How we can use technology and big data to give ourselves more power and freedom.
  • Why we now have a unique opportunity to create a culture of innovation, learning, and creativity in our companies3
Referent: Dr. Kimo Quaintance | Co-Founder and Education Strategist, IQ Gemini

Dr. Kimo Quaintance is the co-founder and education strategist of IQ Gemini, a strategy consultancy based in Munich that designs human platforms for collective intelligence. A social scientist with a research background exploring how technology and culture shape each other, he has spent the past six years working with virtual reality researchers, developers, and organizations as a project consultant. He was the program co-curator in 2016 and 2017 for Digility, Europe's largest VR and AR conference.

10:45 Uhr
Accelerate the Digital Transformation! mehr
To be successful and competitive in highly dynamic markets, companies have to ensure flexibility, efficiency, short time to market, quality and security, but they also need to look into new business models. Siemens' Digital Enterprise is a holistic and industry-specific concept that consequently merges software and automation to tap competitive advantages. The Digital Enterprise provides all tools to integrate and digitalize the entire value chain: from process design to production and services. By digitalizing the entire value chain, the Digital Twin - a virtual representations of processes, production and performance – comes to life, also in brownfield settings. Siemens combines the virtual world of design, simulation and testing with the real world of production incl. the implementation of innovative technical concepts like NOA and Modular Production. This is how new digital opportunities for the process industry matrialize.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Digital Transformation needs to focus on tangible opportunities for process industry companies to increase their competitiveness 
  • The digital twin serves as a fundament to tap the benefits of digitalization - in greenfield and brownfield settings
  • With the additional realization of innovative technical concepts like NAMUR Open Architecture (NOA) and Modular Production these new opportunities materialize
Referent: Dr. Julia Angerhausen | Siemens AG

Dr. Julia Angerhausen is responsible for the Siemens Digital Enterprise portfolio for process industries with regards to development and customer journey. She started her career in Siemens’ in-house consulting and has taken over various roles in Strategy and Sales of the Process Industry and Drives Division. Since 2015, her focus is on Digital Transformation of process industry companies. Julia has a Ph.D. in economics and a diploma in business administration.

11:15 Uhr
Modulare, intelligente Konzepte für die Produktion -
Next Generation Production @ Merck mehr
Die steigende Volatilität der Märkte und der steigende Bedarf an kundenspezifischer Produktion führen zu immer kürzeren Produktlebens- und Innovationszyklen. Um auf diese steigende Produkt- und Kapazitäts-Flexibilität zu reagieren, gilt der modulare Anlagenbau als Schlüsseltechnologie. Hierbei liegt der Fokus auf den Themen, die den aktuell höchsten Entwicklungsbedarf aufweisen und die wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung der Smart Factory darstellen, wie die Genehmigung und Automatisierung modularer, hochflexibler Anlagen.

In diesem Beitrag wird, aufbauend auf der Einführung des grundlegenden Konzepts der Smart Factory, die systematische Realisierung der Automatisierung modularer Anlagen im Rahmen eines Pilot-Projektes der Industriepartner Siemens und Merck vorgestellt. Es werden die Erkenntnisse sowohl aus der Projektierung der Module als auch der Prozessführungsebene dargestellt. Dabei werden die Aspekte Modulbibliothek, Erstellung von modul-unabhängigen Rezepten auf Basis von Service-Typen und Überführung in ein konkretes Produktionsrezept fokussiert.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Konzept der Smart Factory aus Anwendersicht
  • Beispiel für eine systematische Realisierung der Automatisierung modularer Anlagen
  • Erkenntnisse sowohl aus der Projektierung der Module als auch der Prozessführungsebene
Referent: Christian Schäfer | Merck

1998-2001: Ausbildung Energieelektroniker bei Pirelli Deutschland AG in Breuberg
2002-2006: Studium Automatisierungs- und Informationstechnik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik an der Hochschule Darmstadt
2005-2008: Systemingenieur Automatisierungstechnik bei Dieffenbacher GmbH in Pfungstadt
2008-2016: Entwicklungsingenieur im Bereich Verfahrensentwicklung mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik bei Merck in Darmstadt
seit 2016: Teamleiter Automatisierungstechnik im Bereich Verfahrensentwicklung bei Merck in Darmstadt, Mitarbeit im Namur Arbeitskreis 2.3 Batch Control

Referent: Mathias Maurmaier | Siemens

1999 – 2004: Diplomstudium Elektrotechnik, Schwerpunkt Automatisierungs- und Regelungstechnik an der Universität Stuttgart 2002 – 2004: Master Studium Information Technology, Fachrichtung Embedded Systems an der Universität Stuttgart 2012: Abschluss der Promotion „Modellgetriebene Entwicklung von Automatisierungssystemen“ im Themenbereich Modellierung und Entwicklungsmethoden in der Autoamtisierungstechnik 2004 – 2010: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik, Universität Stuttgart 2010 – 2014 Siemens AG, Process Industries and Drives, Karlsruhe: Vorfeldentwicklung Feldgerätearchitekturen Seit 2014: Siemens AG, Process Industries and Drives, Karlsruhe: Projektleiter „Zukünftige Leitsystemarchitekturen und Geräteintegration“ Mitarbeit in ZVEI AK Modulare Automation sowie gemeinsamen Arbeitskreisen von NAMUR und ZVEI AK 2.9.1 HMI und 2.3.1 Prozessführung in modularen Anlagen

Referent: Stefanie Szmais | Merck

2003-2009: Studium Bioingnieurwesen an der TU Dortmund
2009-2012: Wissenschaftliche Angestellte TU Dortmund Lehrstuhl für Anlagen ud Prozesstechnik
01/13-07/15: Prozessingenieur Chemtura Organometallics, Bergkamen
seit 08/15: Entwicklungsingenieur bei Performance Materials bei Merck, Mitarbeit im temporären Arbeitskreis "Modulare Anlagen" der DECHEMA

11:45 Uhr
Spotlight-Session
12:00 Uhr
Kaffeepause/Networking und Besuch der Ausstellung

Start up Elevator Pitch

12:30 Uhr

Zwei Start up Elevator Pitches (je 5min)
Remote Service mit Augmented Reality mehr
Heutige industrielle Anlagen stellen kostenintensive Investitionsgüter mit einer konstant ansteigenden technologischen Komplexität dar. Neben der aufwändigen Montage und Instandhaltung folgen bei auftretenden Störungen solcher Anlagen zeit- und kostenaufwändige Serviceprozesse. Im akuten Servicefall (z.B. durch Ausfall einer Maschine) wird eine schnelle Reaktion und Instandsetzung benötigt. In solchen Fällen ist der Servicetechniker vor Ort immer häufiger auf die Hilfe und das Spezialwissen eines entfernt befindlichen Experten (z.B. aus dem Innendienst des Herstellers) angewiesen. In diesen Fällen muss der Experte sogar anreisen, welches mit erheblichen Kosten und langen Ausfallzeiten der Maschine verbunden ist.

Um diese Kosten und den Zeitverzug zur reduzieren, wurde ein spezielles System für die entfernte Serviceunterstützung entwickelt. Mit Remote Maintenance Assistance werden Servicetechniker in komplexen Servicefällen vor Ort durch eine interaktive Videokonferenz mit einem entfernten Experten unterstützt. Das System unterstützt alle gängigen Plattformen und Endgeräte. Zusätzlich können den Einsatz von Datenbrillen (z.B. Microsoft HoloLens) Informationen und Reparaturanweisungen direkt in der erweiterten Realität (per Augmented Reality) angezeigt werden. Praktischerweise bleiben dabei die Hände frei für anliegenden Wartungsarbeiten. Der Einsatz von Remote Maintenance Assistance ist trotz des Schwerpunktes industrielle Instandhaltung und Wartung nicht auf Serviceeinsätze beschränkt. Das System ist ebenso für die Montage, Produktionsprozesse, Qualitätssicherung und viele weitere Anwendungsfelder geeignet.

Gliederung des Pitches:
  • Vorstellung Bitnamic GmbH
  • Herausforderungen in Montage, Service & Wartung
  • Unsere Lösung: Remote Service mit Augmented Reality
  • Abschlussworte / Verweis auf unseren Infostand mit der Möglichkeit unsere Lösung live vor Ort zu testen
Referent: Andy Stutz | Bitnamic GmbH (Mobile weltweite Zusammenarbeit in Wartung und Service)

Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker und einer beruflichen Phase als Servicetechniker im Telekommunikationsumfeld belegte Herr Stutz ein Bachelor Studium der technischen Informatik an der Hochschule Osnabrück. Im anschließenden Masterstudiengang Informatik wurde der Schwerpunkt auf verteilte und mobile Anwendungen gelegt. Seit Abschluss des Studiums ist er Mitarbeiter im Unternehmen Bitnamic mit Sitz in Osnabrück. Bitnamic bietet Lösungen aus dem Bereich mobiler Smart und Remote Services für die Industrie an. Die Zuständigkeit von Herrn Stutz liegt vorrangig in der Leitung und Umsetzung von Projekten unter Einsatz von Datenbrillen oder Augmented Reality Headsets.

Gestensteuerung für industrielle Anwendungen: Freihändig, berührungslos, intuitiv
Referent: Tomt Lenz | Geschäftsführer/Gründer, kinemic.de (Gestensteuerung für die Industrie)

Herr Lenz ist einer der Geschäftsführer und Mitgründer der Kinemic GmbH. Er verantwortet Marketing, Finanzen und Personal und kann auf reichhaltige Erfahrung in der Unternehmensberatung (dort u.a. in Pharma- und Automotive-Projekten) und dem VC-Bereich zurückgreifen.

12:45 Uhr
Der Weg von predicitive Maintenance zu prescripitive Maintanence - In sechs Monaten von Null auf 100 zum Digital Projekt mehr
Die Digitalisierung ist in der Prozessindustrie bei den vor- und nachgelagerten Prozessen (Rohstoffaufbereitung, Logistik, Supply Chain) gegenüber der Produktion schon sehr viel weiter fortgeschritten. Wie schafft man es, die Produktion mittels digitalen Lösungen auf eine maximale Effizienz zu bringen bzw. die Vorhersagbarkeit so zu verbessern, dass die Wertströme planbar und somit steuerbar werden? Gerade in der Produktion gibt es viele unbekannte Einflussgrößen, die mittels digitalen Lösungen vorhersehbar und somit beherrschbar werden. Damit kann u.a. die Qualität und Liefertreue zum Kunde deutlich gesteigert und verbessert werden.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Von 0 auf 100 zum Digitalen Projekt
  • Der Weg zur autonomen Produktion
Referent: Franz Xaver Braun | Chief Digital Officer, Bilfinger Digital Next

07/2018 - CEO/CDO, Bilfinger Digital Next, Heidelberg
04/2017 - Chief Digital Officer, Bilfinger SE, Mannheim
2014 - 03/2017 Vorsitzender der Geschäftsführung, Bilfinger Maintenance GmbH, Heidelberg
2008 - 2014 Geschäftsführer (Sprecher), Bilfinger Maintenance Südwest GmbH, Leimen
2005 - 2008 Direktor Bilfinger Industrial Services Swiss AG (Personalunion), Zofingen
2000 - 2008 Geschäftsführung Rheinhold & Mahla, Leimen

13:15 Uhr
Mittagspause/Networking und Besuch der Ausstellung
14:15 Uhr
Chief Digital Officer - Fishbowl Roundtable
Herausforderung Digital Change – Von der Strategie in die Umsetzung
Moderatoren: Gerd Kielburger, Anke Geipel-Kern
Referent: Axel Schönfeld | Clariant Produkte GmbH
Referent: Franz Xaver Braun | Chief Digital Officer, Bilfinger Digital Next

07/2018 - CEO/CDO, Bilfinger Digital Next, Heidelberg
04/2017 - Chief Digital Officer, Bilfinger SE, Mannheim
2014 - 03/2017 Vorsitzender der Geschäftsführung, Bilfinger Maintenance GmbH, Heidelberg
2008 - 2014 Geschäftsführer (Sprecher), Bilfinger Maintenance Südwest GmbH, Leimen
2005 - 2008 Direktor Bilfinger Industrial Services Swiss AG (Personalunion), Zofingen
2000 - 2008 Geschäftsführung Rheinhold & Mahla, Leimen

Referent: Dr. Henrik Hahn | Evonik

Henrik Hahn (50) is Chief Digital Officer at Evonik and Chairman of the Management Board of Evonik Digital. Hahn studied Process Engineering and within his Doctorate research in the field of fluid dynamics and rheology he developed a framework for turbulence phenomena using data analytics and modelling techniques. He obtained also a degree in Business Administration and Industrial Engineering and is experienced in information economics and game theory. He has previously worked in various management positions in the area of innovation and technology including the responsibility for a Corporate high-tech startup and joined Evonik in 1999.

Referent: Jörg Krey | Wacker Chemie AG

1995 - present: Wacker Chemie AG
1995 - 2002: Project Engineer & Project Manager, Corporate Project Engineering Department
2002 - 2005: Senior Manager Strategic Planning, Corporate Development Department
2005 - 2007: Director Project Engineering, Projects “POLYSILICON”
2008 - 2008: Director Project Engineering, Projects “China”
2009 - 2010: Senior Vice President Corporate Development
2010 - 2013: Vice President Business Unit Performance Silicones, Business Division Silicones
2013 - 2017: Senior Vice President Technical Procurement & Logistics
2017 - present: Chief Digital Officer - Operations

Education
1989 - 1995: Technical University Munich, Diploma in Process Engineering

Referent: Julien Brunel | Leiter Digitalisierung der Engineering Division, Linde AG

Innerhalb seines Maschinenbaustudiums an der TU München spezialisierte sich Julien Brunel im Gebiet der Thermodynamik und der Strömungsmaschinen. Dies führte ihn 2011 zu Siemens in den USA, wo er als als Projektingenieur an der Abwicklung mehrerer Gasturbinenkraftwerke in Nord und Südamerika beteiligt war. Später absolvierte er einen MBA am College des Ingenieurs in Paris und beschäftigte sich mit strategischen Fragestellungen rund um den Anlagenbau. Innerhalb der Firma Linde war Julien Brunel in verschiedenen Positionen tätig und verantwortete u.a. die Einführung eines globalen CRM. Seit Januar 2017 ist er als Head of Digitalisation für die Skalierung von Digitalisierungsinitiativen in der Anlagenbaudivision zuständig. Privat segelt er gerne oder geht zum Klettern und Skitouren in die Berge.

Referent: Steve Rommel | Konica Minolta

Data Analytics

14:45 Uhr

Spotlighting the Darkest Corners of Your Plant with Predictive Analytics mehr
"Spotlighting the darkest corners of your plant" - “Digital transformation”, “industry4.0”, “predictive analytics” – all familiar buzzwords, but how exactly are they relevant to your plant? In this presentation we will demonstrate how predictive analytics increases your plant’s reliability.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • A new approach to the “It breaks we fix it” attitude
  • Practical answers to the ‘how tos’ of predictive maintenance
  • How soon can we identify a failure? Who are the ones responsible for looking at the “to be failure”? and Who should decide if and what actions should be taken?
Referent: Chen Linchevski | CEO, Precognize, a SAMSON company

Chen, a true believer in the ability of the industrial sector to transform itself and increase efficiency, took raw ideas and transformed them into promising companies. Throughout the execution Chen demonstrated true leadership and vision. Precognize, of which he’s CEO today, was recently acquired by Samson AG. During his career, Chen worked with key industrial companies such as GE, BASF, Shell, and LG, specializing in the design and analysis of complex industrial systems.

Mit Data Analytics zur Prozessoptimierung im Betrieb mehr
Die Digitalisierung hat weltweit Einzug gehalten und auch der Anlagenbau befindet sich in einem bedeutenden Veränderungsprozess. Auch auf der Seite der Kunden führt die Digitalisierung zu neuen Herausforderungen, Wünschen und Anforderungen. Als Anlagenbauer verfügen wir über das nötige Expertenwissen, Technologiestärke und Innovationskraft, um unseren Kunden neue und verbesserte Lösungen und Services zur Verfügung zu stellen. Dabei bedienen wir uns einer Vielzahl von Technologien wie Internet of Things, Addative Manufacturing sowie Augmented und Virtual Reality. So können wir z.B. mit Hilfe von Data Analytics den Betrieb einer Anlage verbessern und im Zusammenspiel mit vorausschauender Wartung die Ausfallzeiten verringern. Menschliche Intelligenz gepaart mit künstlicher Intelligenz ermöglichen erhebliche Einsparungen, die heute in konkreten Anwendungen wie einer Chlor-Alkali-Elektrolyse bereits realisiert werden.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Wie ein Anlagenbauer die Digitalisierung angehen kann
  • Vorstellung eines konkreten Use-Cases
Referent: Dr. Anne Bendzulla | Digital Officer, thyssenkrupp Industrial Solutions AG

Nach dem Studium der Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Clausthal promovierte Anne Bendzulla an der RWTH Aachen. Von 2010 bis 2018 arbeitete Sie in verschiedenen Positionen in der chemischen und petrochemischen Industrie. Dabei lag ihr Schwerpunkt auf dem Anlagenbau und dem strategischem Vertrieb. Internationale Erfahrung hat Sie in China ud der Ukrainie gesammelt. Seit April 2018 bekleidet sie die Position des Digital Officer bei thyssenkrupp Industrial Solutions. In Ihrer Freizeit kocht sie gern mit Freunden, widmet sichen einem guten Buch oder einer Runde Golf.

Digital Change

14:45 Uhr

PoC abgeschlossen – und jetzt? mehr
Techniker trainieren mit Virtual-Reality-Brillen den Stillstand einer Großanlage. Ersatzteile werden über einen intelligenten Marktplatz bestellt. Datenbrillen helfen bei der Reparatur von Schaltschränken in Sibirien. Das sind drei Beispiele für digitale Projekte, die Linde im vergangenen Jahr bis zur Anwendungsreife gebracht hat. Zwar führt Linde schon seit Jahren digitale Technologien in allen Geschäftsbereichen und an allen Arbeitsplätzen ein – Beispiele dafür sind die fünf Remote Operation Centers (ROC), die etwa 1.000 Industrieanlagen weltweit aus der Ferne steuern. Neu im Unternehmen ist aber die Einführung agiler Arbeitsweisen, die Zusammenarbeit mit Startups und die Etablierung neuartiger digitaler Geschäftsmodelle. Die Ideen für digitale Projekte kommen dabei aber immer von Mitarbeitern, die das klassische Tagesgeschäft bei Linde betreiben.
In diesem Vortrag möchte ich gerne konkret über Erfolge und Herausforderungen sprechen, die wir bei der Skalierung digitaler Initiativen erfahren und die Lektionen, die wir daraus ziehen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Projektbeispiele
  • Erfolge, Herausforderungen und Lektionen aus der Umsetzung digitaler Initiativen
Referent: Julien Brunel | Leiter Digitalisierung der Engineering Division, Linde AG

Innerhalb seines Maschinenbaustudiums an der TU München spezialisierte sich Julien Brunel im Gebiet der Thermodynamik und der Strömungsmaschinen. Dies führte ihn 2011 zu Siemens in den USA, wo er als als Projektingenieur an der Abwicklung mehrerer Gasturbinenkraftwerke in Nord und Südamerika beteiligt war. Später absolvierte er einen MBA am College des Ingenieurs in Paris und beschäftigte sich mit strategischen Fragestellungen rund um den Anlagenbau. Innerhalb der Firma Linde war Julien Brunel in verschiedenen Positionen tätig und verantwortete u.a. die Einführung eines globalen CRM. Seit Januar 2017 ist er als Head of Digitalisation für die Skalierung von Digitalisierungsinitiativen in der Anlagenbaudivision zuständig. Privat segelt er gerne oder geht zum Klettern und Skitouren in die Berge.

So gelingt dem Mittelstand der Change zu Industrie 4.0 mehr
Wir sehen vier wesentliche Fokusbereiche für die Anwendung von Industrie 4.0 in Unternehmen – neben der Integration der EPC-Wertschöpfungskette und der Digitalisierung des Service-Geschäfts sind dies der Digitale Zwilling des Produktes sowie die digitale Integration des Produktentstehungsprozesses („Smart Factory“).
Häufig ist die Schwierigkeit, hier gezielt Schwerpunkte zu setzen und einen positiven Tradeoff zwischen Investitionen, internen Optimierungen und gesteigertem Kundennutzen zu erreichen. Technische Lösungen sind nicht mehr die zentrale Herausforderung – wir sehen eine Verschiebung zu organisationalen und prozessualen Veränderungen sowie einem nachhaltigen Bewusstseinswandel innerhalb der Organisation. Es erscheint daher sinnvoll, in die Konzeption einer digitalen Transformation auch eine umfassende Analyse der Digitalen Reife einer Organisation einfließen zu lassen. Ziel ist die gezielte Stärkung der digitalen Fähigkeiten, um eine nachhaltige Potentialrealisierung sicherzustellen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Fokus-Bereiche von Industrie 4.0 am Beispiel des Maschinen- und Anlagenbaus
  • Analyse und Erzeugung von "Digital Readiness"
  • Wirksame Ansätze zur erfolgreichen Implementierung von Industrie 4.0
Referent: Clemens Eckert | Partner, Maexpartners

Seit 2011: Partner / Teilhaber; maexpartners GmbH Düsseldorf Unternehmensberatung für die Branchen Großanlagen- und Maschinenbau; Chemie, Life Sciences, Aerospace. Inhaltliche Schwerpunkte: Industrie 4.0; Digitale Transformation; Engineering Excellence; Asset Life-Cycle Management; Prozess- und Organisationsentwicklung; fähigkeitsbasiertes Wachstum
2006 – 2011: Management Engineers GmbH + Co. KG Düsseldorf Unternehmensberatung mit Fokus auf die verarbeitende Industrie
2006: Promotion zum Dr.-Ing
2003-2006: Institut für Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit (IMAB), Technische Universität Clausthal
1998 – 2003: Studium des Wirtschaftsingenieurwesens Technische Universität Clausthal

15:45 Uhr
Kaffeepause/Networking und Besuch der Ausstellung

Start up Elevator Pitch

16:15 Uhr

Zwei Start up Elevator Pitches (je 5min)
Der digitale Assistent in der Instandhaltung: Passgenaue Unterstützung für hochqualifizierte Mitarbeiter mehr
  • Instandhaltung ist Werttreiber mit direkten Einfluss auf Verfügbarkeit, findet aber häufig keine zentrale Beachtung
  • Neben effektiver Planung und effizienter Durchführung ist in der Regel spezifisches Wissen der Schlüssel zu schneller Fehlerbehebung und hoher Verfügbarkeit: Entlastung von knappen Fachkräften und Wissensmanagement werden bei steigender Altersstruktur immer wichtiger
  • Digitale Assistenten leisten wichtigen Beitrag als Unterstützung für hochqualifizierte Mitarbeiter über Abnahme von wiederkehrenden Aufgaben, einfacher Bedienung und Zugriff auf Wissensdatenbanken
  • Fallbeispiel eines Herstellers von Bauelementen
Referent: Laurens Schröder | Gründer | Geschäftsführer, connectavo GmbH

Laurens Schröder ist Gründer und Geschäftsführer der connectavo GmbH, eines Start-Ups sowie Anbieters von Softwarelösungen für die industrielle Instandhaltung. Vorher hat er einen internationalen Softwareanbieter mit aufgebaut sowie Erfahrungen in den Branchen Industriedienstleistung, FMCG, Versicherungen und Consulting gesammelt. Bei connectavo verantwortet er die Geschäftsentwicklung und insbesondere die Themen Marketing, Vertrieb und Partnerschaften. Seit der Gründung in 2015 haben sein Team und er angesehene Kunden wie den Automatisierungsspezialisten Pepperl+Fuchs gewonnen, mehrere Finanzierungsrunden von namhaften Investoren eingeworben und wurde kürzlich vom US Magazin Forbes auf die renommierte “30 under 30” Industrie Liste gewählt.

Augmented Reality im Maschinenbau mehr
In diesem Vortrag wird näher auf die Situation eingegangen, die momentan im Mixed Reality Dienstleistungssektor herrscht. Anhand der Geschichte von Viscopic wird aufgezeigt, welche Probleme bei der Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen auftraten und wie die aktuelle Lösung in Form von den kürzlich veröffentlichten Produkten aussehen kann. Das Ziel von Viscopic ist es, Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, mit denen auch unerfahrene Unternehmen aus dem Maschinenbau selbst umfangreiche Schulungs-Anwendungen erstellen können.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Autorentools
  • Trainingsanwendungen
  • Augmented Reality
Referent: Philip Albrecht | Project Manager,
VISCOPIC GmbH

Während seines Studiums im Fach Gamedesign entwickelte Phillip Albrecht seine bis heute anhaltende Faszination und Affinität für Mixed Reality. Der heutige Fokus in Richtung Training und Learning wurde geprägt durch ein parallel zum Studium verlaufenes Entrepreneurship-Programm der UnternehmerTUM München, wo er außerdem Erfahrung im Bereich Design Thinking erlangen konnte. Bei Viscopic ist Phillip Albrecht für Projektmanagement und Business Development zuständig und betreut neben den kürzlich veröffentlichten Produkten auch Kunden mit individuellen Projekten.

16:30 Uhr
KI in der Prozessindustrie: Potentiale, Trends, Risiken
Referent: Prof. Dr. Ing. Leon Urbas | TU Dresden
16:50 Uhr
Fishbowl-Abschlussdiskussion
Data Analytics, Maschinelles Lernen und KI – Wie reif ist die Prozessindustrie für Zukunftstechnolgien
Prof. Dr. Ing. Leon Urbas
Referent: Dr. Andreas Bamberg | Merck
Referent: Dr. Anne Bendzulla | Digital Officer, thyssenkrupp Industrial Solutions AG

Nach dem Studium der Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Clausthal promovierte Anne Bendzulla an der RWTH Aachen. Von 2010 bis 2018 arbeitete Sie in verschiedenen Positionen in der chemischen und petrochemischen Industrie. Dabei lag ihr Schwerpunkt auf dem Anlagenbau und dem strategischem Vertrieb. Internationale Erfahrung hat Sie in China ud der Ukrainie gesammelt. Seit April 2018 bekleidet sie die Position des Digital Officer bei thyssenkrupp Industrial Solutions. In Ihrer Freizeit kocht sie gern mit Freunden, widmet sichen einem guten Buch oder einer Runde Golf.

Referent: Jürgen Stienemeyer | Evonik Industries AG
18:15 Uhr
Eine actiongeladene Abendveranstaltung im eKart-Center MAINFRANKEN MOTODROM

Freitag, 26. Oktober 2018

08:30 Uhr
Registrierung und Besuch der Ausstellung & Begrüßungskaffee
08:50 Uhr
Auswertung Live-Voting der Teilnehmer - Welche Start-up Geschäftsidee überzeugt Sie?
09:00 Uhr
Digitalisierung als Enabler zur Umsetzung integrierter Supply Chain-Konzepte mehr
  • Spiegelung, wie die chemische Industrie das Thema „Arbeiten in einer Wertschöpfungskette“ aktuell sieht (Studienergebnisse)
  • Vereinbarung, wie eine Perspektive auf die horizontale Sichtweise der chemischen Supply Chain aussehen kann Klärung, was unter Digitalisierung in der chemischen Industrie und der chemischen Wertschöpfungskette zu verstehen ist
  • Aufzeigen, wie Digitalisierung in der Optimierung der chemischen Supply Chain und Integration von Partnern helfen kann
  • Ansätze, die auf prozessualer, struktureller und zwischenmenschlicher Ebene helfen können, eine horizontale Integration zu ermöglichen
  • Einschätzung, wo die chemische Industrie in der Umsetzung digitaler Konzepte in der Supply Chain heute steht
  • Impulse, bei welchen konkreten Anwendungsfällen die Digitalisierungansätze kurz- und mittelfristig in der Integration der Supply Chain Prozesse helfen werden
  • Rückschlüsse aus laufenden Projekten, wie die Umsetzung erfolgreicher werden könnte

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Industrie 4.0 und massive Effizienzsteigerung ist nur noch über die Vernetzung der Supply Chain-Beteiligten machbar
  • Digitalisierung bietet eine Reihe einfacher Lösungen, um die notwendige Vernetzung in der chemischen Industrie sofort zu ermöglichen
  • Horizontale Integration ist weitaus komplexer als die vertikale, da verschiedenste Sichtweisen und Charaktere integriert werden müssen
Referent: Prof. Dr. Carsten Suntrop | CMC² GmbH/ EUFH GmbH

Carsten Suntrop berät seit über 20 Jahren mittelständische Unternehmen und Groß-Konzerne in der chemischen Industrie bei der Entwicklung einer strategischen Fokussierung und der entsprechenden strategischen und organisatorischen Umsetzung.
Die Verbindung von betriebswirtschaftlichem Know How und sozio-emotionalen Lernprozessen prägt sein Denken und Handeln. Dabei darf der Spaß an der gemeinsamen Entwicklung des gesamten Unternehmens nicht zu kurz kommen.
Ausbildung zum Industriekaufmann, FH-Studium Betriebswirtschaftslehre, Universitäts-Studium Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Promotionsstudium zur Implementierung und Professur für Unternehmensentwicklung und Organisationsperformance
Jahrgang 1969, verheiratet, 2-3 Kinder (Bonus 23J./ 13J./ 15Tg.), wohnhaft in Köln, Interessen sind Kommunikation mit anderen Menschen, Skifahren, Faszination Motorsport und klassische Autos, zum Ausgleich Jogging, Wandern und Freude am Leben

Forum I

09:30 Uhr

Aktuelle As-built Dokumentation trotz laufender Umbauplanungen und Maintenance mehr
Die Herausforderung für einen Anlagenbetreiber ist es, zu jedem Zeitpunkt eine fehlerfreie As-built Dokumentation und somit den aktuellen Stand der Anlage zur Verfügung zu haben. Dies ist bei täglicher Maintenance und ständigen Umbauplanungen eine enorme Herausforderung für einen Anlagenbetreiber mit zehntausenden von PLT-Stellen, einigen Millionen Geräten, Kabeln, Adern, Drähten, Klemmen, usw. in der Infrastruktur. INEOS, als eines der größten Chemieunternehmen der Welt, setzt in seinem Petrochemie-Standort Köln auf Engineering Base in der EMSR-Planung. Mit der „Execution Management“-Funktionalität werden bei INEOS die täglichen Maintenance-Aufgaben und kleineren Änderungen zeitnah und automatisiert und regelbasiert in das As-built-Projekt übernommen. Das garantiert immer eine aktuelle As-built-Dokumentation. Größere und zeitintensivere Umbauplanungen werden mit der gleichen Funktionalität in EB ermöglicht. Dabei kann die Umbauplanung in einem gemeinsamen Umbauprojekt oder in externen Projekten stattfinden. Diese können dann von Lieferanten überall auf der Welt bearbeitet und wieder in das As-built-Projekt integriert werden. INEOS in Köln arbeitet, mit all seinen Lieferanten, in einem gemeinsamen Umbauprojekt. Alle Maintenance Tasks, die durchgeführt wurden, werden als Änderungsmaßnahmen in EB definiert und nach dem Engineering automatisch, natürlich mit dem kompletten Beziehungswissen in EB, in das As-built-Projekt übertragen. EB zeigt dabei alle Änderungen an.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Laufende Umbauplanungen und immer alles "As-built", ist kein Widerspruch - Beipiel INEOS
  • Änderungen und tägliche Maintenance in Massendaten sind beherschbar
  • Keine Angst vor Änderungen in großen Projekten mit dem richtigen Werkzeug
Referent: Detlef Obermann | INEOS Köln GmbH

My professional career
1989 Project team for gasphase plant (PE3)
1989 PLT Betriebsingenieur im Bereich Niederdruck Polyethylen
1990 I&E and process control engineer for gasphase plant
1994 additional responsibilities for silo farm
1999 Move to high pressure plants (20000 and 220000 t/y)
1999 Wechsel in den Bereich Hochdruck Polyethylen
2001 Integration of all PE plants into one group and lead
2001 PLT Bereichsleiter für Gesamtpolyethylen
2004 move to power station as maintenance engineer
2004 Wechsel zu Kraftwerk als Maintainance Manager
2007 move to Technology Group as Senior Technology Expert and Lead Buyer
2007 Wechsel uzr Technology Group als Senior Technology Expert and Lead Buyer
Experience:
- Process control for gasphase reaktors
- Process control for high presssure autoclaves
- Instrumentation for the above
- Patents in agglomarete detection in gasphase reaktors
- Low voltage distribution centers
- Big motor drives
- Frequency converters up to 4 MVA
- Process control power station
- Boiler and steam turbines
- Optimizing turnaround‘s
- Software Solutions for Engineering and Maintenance

Referent: Martin Imbusch | Produktmanager für die Bereiche Process Automation sowie Maschinen- und Anlagenbau, AUCOTEC AG

Der Kommunikationselektroniker mit Fachrichtung Informationstechnik begann seine berufliche Laufbahn mit Service, Dienstleistung und Vernetzungsberatung für IBM. Seit 1991 arbeitet er bei der AUCOTEC AG, einem System-Anbieter, der seit den ersten Stunden des CAD, (1985) Software für das Engineering und die Dokumentation von Maschinen und Anlagen entwickelt. Dort begann er mit Presales-Beratung im Bereich Process Automation. Nach vier Jahren übernahm er die Leitung der Abteilungen Presales, Produkt- und Projektdienstleistung sowie Maintenance und Schulung, die er 15 Jahre lang führte. Ein besonderes Anliegen waren ihm dabei Lösungen, die das Maintenance unterstützen und die Prozesse für Anlagenbetreiber optimieren. Heute ist Martin Imbusch Produktmanager der Bereiche Process Automation sowie Maschinen- und Anlagenbau. Er definiert die Produktinnovationen, die z. B. Industrie 4.0 auch für den Bereich Maintenance Praxis werden lassen.

Die neue Rolle des Engineering als Content Provider - Microsoft Visio und Mixed Reality verbinden P&ID - wie Mixed Reality im Ausbildungsbereich zum Einsatz kommen kann und reale Anlagenwelt mehr
Im Anlagenbau werden Dokumente immer noch als PDF, DWG-Daten oder Aktenordner übergeben. Jedoch gibt es beim Kunden den Wunsch, Daten und Informationen in verschiedene Applikationen wie ERP, Betrieb oder Maintenance auf verschiedenen Endgeräten wie Mobiltelefone, Tablets oder Datenbrillen weiter zu nutzen. Aus diesen Anforderungen heraus entsteht eine neue Rollenverteilung im Engineering. Das Engineering versteht sich dabei als Inhaltsanbieter/ Content Provider, um Inhalte für die Kunden als Inhaltskonsumenten/ Content Consumer aufzubereiten. Das setzt ein tiefes Verständnis für den Informationsbedarf über den gesamten Lebenszyklus der Anlage voraus.

Mit einem Praxisbeispiel zeigt das Berliner Softwareunternehmen wie Mixed Reality im Ausbildungsbereich zum Einsatz kommt. Die 360°-Bilder geben dem Anwender das Gefühl, mitten in der Anlage zu stehen. Points of Interest (POI) kleine Kugeln,die im Vordergrund von Behältern, Filtern und Pumpen zu schweben scheinen, ermöglichen die Interaktion in diesem Szenario. Durch Triggern der POI können weitere Informationen wie das P&ID oder die Live-Daten ein- und ausgeblendet werden. Der Einsatz von Mixed Reality ist besonders geeignet für Schulungszwecke, für die Vorbereitung von Wartungs- und Reparatureinsätzen oder für Streaming von Live-Bildern direkt aus der Anlage. Das Szenario zeigt, wie 2D und 3D im verfahrenstechnischen Anlagenbau zusammenwachsen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • wie P&ID und reale Anlagenwelt miteinander verschmelzen
  • Sie Wartungs- und Reparatureinsätze besser vorbereiten können
  • wie Mixed Reality im Ausbildungsbereich zum Einsatz kommen kann
Referent: Wolfgang Welscher | X-Visual Technologies

Wolfgang Welscher ist geschäftsführender Gesellschafter der X-Visual Technologies GmbH in Berlin. Als Diplom Ingenieur verbindet er das Prozess-Know-how eines Ingenieurs mit der langjährigen Berufserfahrung als Softwareentwickler. Von 1990 bis 1999 war er im Bereich Softwareentwicklung bei der KRONE AG tätig, wo er wertvolle Projekterfahrungen sammeln konnte. Seit über 20 Jahren entwickelt Herr Welscher Applikationen auf Basis von Microsoft Visio. Er hat sich auf die Erweiterung der bekannten Visio-Funktionen im Bereich des Designs und der Dokumentation verfahrenstechnischer Anlagen spezialisiert und bietet als Microsoft Certified Technology Specialist für Visio anwenderfreundliche Software-Lösungen für den komplexen Anlagenbau.

Forum II

09:30 Uhr

Der erste Schritt zur Digitalen Transformation mehr
Industry analysis has shown that the process industry is seriously lagging on its readiness to embark on digital transformation. And the challenge often lies in the lack of access to digitized data. With a third of senior executives currently rating digital transformation as a matter of survival (McKinsey 2017) and two thirds of professionals in the process industry saying that they plan to invest more in digital technologies (Accenture 2017), it’s apparent that when it comes to survival in the current economic situation, embarking on a digital transformation is essential. Digitizing the existing asset information supports the creation of a digital representation, a twin, of the existing facility, and is a prerequisite for the future steps towards a full digital transformation.

The participants learn during the speech:
  • journey
  • The benefits and challenges digital transformation and the cutting-edge technologies around the concept can bring for the operators in the process industry
Referent: Sabrina Buschkamp | Sales Manager Digitalization, Hexagon

Beruflicher Werdegang
Seit 08/2018: Junior Sales Manager Digitalisierung Hexagon PPM
11/2017 - 05/2018: Praktikantin Sales Getrag Ford Transmissions GmbH
03/2016 - 10/2017: Werkstudentin Projektmanagement Instone Real Estate Development GmbH & Co. KG, Köln
03/2014 – 12/2014: Projekt im Projektmanagement Bayer Material Science AG, Leverkusen
10/2012 – 10/2015: Werkstudentin Verwaltung& Vertrieb Pohle Immobilien, Köln
10/2015 – 10/2017: Master of Science, Schwerpunkt: Management und Marketing
10/2012 – 10/2015: Bachelor of Science, E-Business und E-Commerce

Wie Sie modulare Automatisierungslösungen im Sinne von Industrie 4.0 umsetzen mehr
Um in der Umsetzung von Pharmaprojekten möglichst flexibel zu sein, sind neue Methoden für den modularen Anlagenbau vonnöten.  Vor allem der verstärkte Einsatz von Single-Use (SU) Komponenten führt zu veränderten Automationsanforderungen und verlangt nach smarten Lösungen, um in Hybridsystemen die Vorteile sowohl von Edelstahl- als auch SU Equipment zu nutzen.
Durch ZETA’s Expertise in der Integration von Automatisierungslösungen in Hybridanlagen werden SU Bioreaktor-Skids mit modular aufgebauten Automatisierungslösungen ausgestattet. Als Mehrwert für den Kunden können zur Erhöhung des Bedienkomforts und Betriebssicherheit die gesamte Infrastruktur wie Bedienbühnen, Schlauchroutings, Inbetriebnahme und GMP konforme Dokumentation aus einer Hand angeboten werden.
Besondere Vorteile konnte ZETA bei der vertikalen Systemintegration in bestehende Software-Umgebungen des Kunden erzielen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Effiziente Umsetzung von modularer Automatisierung im Sinne von Industrie 4.0
  • Konzeptdesign, Basic- und Detail Engineering für modulare Automatisierungslösungen

Referent: Gerald Dollberger | ZETA Biopharma

Gerald Dollberger ist technischer Projekt- und Prozessmanager und Geschäftsführer der ZETA Automation GmbH. Vor und während seiner Tätigkeit als Automationsexperte in der ZETA Business Line Automation sammelte er zahlreiche Erfahrungen im Bereich der biopharmazeutischen Produktion und greift auf außerordentliche Expertise in der Automatisierung pharmazeutischer Prozesse (Konzept, Basic, Detail Engineering) sowie der Projektdurchführung nach cGMP Standards zurück. Bei Boehringer Ingelheim (2001-2004) war er als Automation Engineer im Bereich Automatisierung und Qualifizierung von Fermentationssystemen sowie Medien-Supply und -Preparation Systemen tätig. In diversen internationalen Projekten in China, Nigeria, Deutschland und der Schweiz wirkte er als Projektmanager für PCS Process Control Systems GmbH (2004-2011) mit. Ab 2011 betreute er als Technical Manager das internationale Automation Department der ZETA Automation GmbH. Er leitete ab 2015 die Business Line Automation und ist nun seit 2017 Geschäftsführer der ZETA Automation GmbH.

World Café

09:30 Uhr

Impuls
Wie Chemiker und Ingenieure in der digitalisierten Chemie arbeiten - Ein Studienergebnis mehr
Über 12 Monate wurde mit über 1.000 Chemikern und Ingenieuren ermittelt, welche digitalen Techniken heute schon angewendet werden und wie sie sich in den nächsten Jahren entwickeln, wenn die Digitalisierung Alltag in der Chemie sein wird. Die Nutzung dieser Anwendungen hat Auswirkung auf Arbeitsinhalte, -abläufe und -organisation dieser Akademiker. Wie sich Zahl, Automatisierungsgrad und Digitalisierungsgrad der Haupt- und Nebenaufgaben entwickeln werden, gibt Hinweise auf die Orientierung der Akademiker in Richtung eines Generalisten oder eines Spezialisten. Egal wie, neue Kompetenzen werden entwickelt, einige bestehende beibehalten oder ausgebaut, andere nicht mehr erforderlich sein. Das Zusammenspiel der Anbieter, Unternehmen und Chemikern und Ingenieuren für ein berufslebenslanges Kompetenzmanagement und Maßnahmen dazu werden diskutiert.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Welche digitalen Techniken sind die relevantesten für Chemiker und Ingenieure in der Chemie im Jahr 2025
  • Wie verändern sich Aufgabeninhalte und -fokus (Generalist vs. Spezialist) bis dahin
  • Welche Kompetenzen sind in Zukunft relevant und was heißt das für Aus- und Weiterbildung
Referent: Dr. Ulf Stalmach | Wolfram Keller Management Consulting

Nach dem Studium der Organischen Chemie, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, und der Promotion 1997 (Dr. rer. nat.), arbeitete Dr. Ulf Stalmach von 1997-2000 als post-doc im Rahmen eines Marie-Curie-Stipendiums der EU an der Rijksuniversiteit Groningen, Holland mit dem Schwerpunkt Polymerchemie. 2000 trat Dr. Stalmach in die Farben- und Lackbranche ein, zunächst als Produktmanager Klarlacke für Parkett, später als Technischer Leiter für den Bereich Holzlacke. 2006 wechselte er zur Looser Holding in den Bereich F&E, um ab 2009 dann den Bereich Einkaufs-Controlling/Business Intelligence aufzubauen. Seit 2017 ist Dr. Stalmach freiberuflich als Spezialist im Bereich Digitalisierung in der Lackindustrie tätig.

Referent: Dr. Wolfram Keller | Wolfram Keller Management Consulting

Dr.-Ing. Wolfram Keller, Jahrgang 1961, studierte an der TU in Darmstadt über ein biotechnologisches Verfahren zur Proteingewinnung und -modifikation mit Milchsäurebakterien. Für 8 Jahre war er für Merck KGaA in Deutschland und Asien in verschiedenen Positionen der Wertschöpfungskette tätig, u.a. in Entwicklung, Produktion, Qualitätsmanagement und Geschäftsentwicklung. 1997 wechselte er in die Unternehmensberatung und war über 11 Jahre bei PRTM und Arthur D. Little weltweit in der Prozessindustrie mit Innovations-, Supply Chain- und Strategieprojekten betraut. Seit 2008 ist er in diesen Branchen und Themen selbständig als Berater und Interimmanager tätig. Daneben führt er regelmäßig komplexe Studien zu aktuellen Themen der Chemie und Pharma durch und unterrichtet nebenbei als Dozent über Innovationsmanagement.

10:30 Uhr
Kaffeepause/Networking und Besuch der Ausstellung

Forum I

11:00 Uhr

Das Digitale interaktive P&ID als Schritt in die Digitalisierung von Produktionsprozessen mehr
Major focus of the presentation will be the way how DEXPI can be used to drive digitization.
PTC in its leading and unique position in IoT and Augmented Reality started (working | partnering) with the DEXPI organization in 2017, acting as the IoT platform provider enabling role based use cases in the context of Industrie 4.0.
Highly flexible and scalable connectivity is one of the main advantages of the Industrial Innovation Platform of PTC. Main Question is how can the DEXP xml-file be used to create an asset structure needed to link it to data from development and operations?
With this contextualized and filtered data, the platform will feed dashboards (PC, tablets or even smartphones) for a variety of roles not only in plant operations but the overall organization. The DEXPI file lead to the asset structure and the corresponding information (e.g. Specifications / 3D data of components) in divers systems and assign / present it to process responsible with adding real time data. With its innovation platform PTC unlocks the potential of big data and contextualizes in order to predict behavior of assets and equipment with its analytics capabilities.To better visualize system data of the asset and augment to real equipment the leading Augmented Reality (AR) capabilities will enable enhanced experiences.
PTCs approach is to take existing data where it is created and deliver meaningful and condensed information where needed.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Was ist DEXPI und warum ist es wichtig dies zur Digatisierung zu nutzen.
  • Wie einfach es mit der Thingworx Plattform ist um komplexe Daten rollenspezifisch darzustellen.
  • Was ist das Ergebnis unserer ersten Analyse bzw. Machbarkeitsstudie
Referent: Mostafa Reda | PTC

Herr Mostafa ist seit Juni 2014 Mitarbeiter der PTC und dort als Direktor im Beriech Geschäftentwicklung der Kunden in der Prozessindustrie verantwortlich. In dieser Aufgabe entwickelt er gemeinsam mit Kunden werteorientierte Lösungen bzw. Aktionspfade zur Digitalisierung und globalen Prozessvebesserung , die auf der Basis von PTC Technologien realisiert wird. Er hat Erfahrungen als international tätiger Projektmanager (PMP) in verschiedensten Kundensituationen. Als Unternehmensberater bei ACCENTURE hatte Herr Mostafa mit vielem namhaftem internationalen Kunden vershciedenster Industrien zusammen gearbeitet. In seiner Laufbahn hat er sich fortwährend, sowohl mit Business Prozess Integration der Produktentwicklungsbereiche, der Produktion und der SuppliyChain, als auch mit CarveOut Themen beschäftigt.

Das Asset Intelligence Network als Kollaborationsnetzwerk für den digitalen Zwilling mehr
Anlagenbetreiber gerade in der Prozessindustrie stehen vor der Herausforderung, dass sie die Verfügbarkeit von Anlagen erhöhen wollen und müssen. Dabei können sie die zugrundeliegenden Betriebs,- und Wartungsprozesse nicht komplett alleine optimieren, sondern heben Potential besonders im Zusammenspiel mit Feldgeräte,- Komponenten und Anlagenherstellern. In einer Anlage sind in der Regel Feldgeräte von zahlreichen Herstellern verbaut, das die Kollaboration schwieriger macht. Als Basis für die Digitalisierung dient der „digitale Zwilling“. Das Konzept gehört laut Gartner zu den zehn wichtigsten strategischen Technologietrends des vergangenen Jahres. Digitale Zwillinge verbinden die reale mit der digitalen Welt, und vereinen Sensor- und Zustandsinformationen mit Wartungs-, Produktions- und Qualitätsinformationen der Anlage. Der Digitale Stellvertreter wird im SAP Asset Intelligence Network gespeichert. Dort verfügen Betreiber, Hersteller und Dienstleister über identische Asset-Strukturen und Echtzeitdaten. Dadurch können die Betreiber ihre Instandhaltungsprozesse mit den Wartungsprozessen der Hersteller und den externen Dienstleistern verzahnen und sparen so Kosten. Um optimal mit dem Zwilling zu arbeiten, bieten Hersteller zudem Anwendungen und Digitale Dienste mit präzisem Branchenzuschnitt an. 

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Wie funktioniert der Digitale Zwilling?
  • Wie arbeiten Betreiber, Hersteller und -Provider im Netzwerk zusammen?
  • Wie können Betreiber und Hersteller in der Prozessindustrie Mehrwerte heben?
Referent: Timothy Kaufmann | Business Development Manager Internet of Things, SAP SE

Timothy Kaufmann hat Wirtschaftswissenschaften an der FernUniversität Hagen studiert. Er arbeitet seit 16 Jahren bei SAP. Seit 5 Jahren beschäftigt er sich als Business Development Manager mit Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge. Er hat zahlreiche Kunden in diesem Thema in den letzten Jahren als Architekt und Innovationsmanager begleitet. Er beschäftigt sich insbesondere mit Prozess- und Geschäftsmodell-innovationen für die Diskrete Industrie und die Prozessindustrie. Er ist Autor eines Buches über Geschäftsmodelle in Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge.

Digitales Fluidmanagement: Wohin führt die Reise? mehr
IoT / 4.0 ist auch in der Prozessindustrie keine Zukunftsvision. Anwender profitieren durch einen direkten Zugriff auf alle Informationen der vor Ort installierten Geräte und Anlagen. Basis sind robuste, adaptive Produkte, die sich selbständig anpassen an ändernde Betriebsbedingungen anpassen. Eine übersichtliche, intuitive Bedienung gewährleistet eine einfache Parametrierung, Kalibrierung und Speicherung. Vollständig vernetzbar kommunizieren sie auf Feldbus-Ebene via CANopen, PROFIBUS und PROFINET und können via App ferngesteuert werden. Alle Komponenten, wie Pumpen, Messgeräte, Sensoren und Systeme sind über GSM oder WiFi via DULCOnnect in Portale eingebunden. Auf sie kann webbasiert von jedem Ort weltweit zugegriffen werden. Bedienfehler, Stillstandzeiten und der Verbrauch eingesetzter Rohstoffe werden reduziert. Die Transparenz aller relevanten Daten resultiert in einer erhöhten Prozesssicherheit. Die effizientere Prozessführung steigert die Qualität der Produkte und reduziert Kosten.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Aktuelle Möglichkeiten in der Dosiertechnik
  • Welche Mehrwerte aus der Verfügbarkeit von Daten entstehen
  • Wie sich erhöhte Betriebssicherheit erreichen lässt
Referent: Magnus Nissel | ProMinent

Forum II

11:00 Uhr

Vom Sensor bis zum Dashboard - Neue digitale Services für die proaktive Anlagenüberwachung mehr
Auch die Prozessindustrie muss digitale Lösungen im globalen Wettbewerb immer wirksamer einsetzen, damit sie schneller auf die zunehmende Komplexität durch die Entwicklungen der Industrie 4.0 reagieren kann. Um die Digitalisierung als Wachstumstreiber zu nutzen und neues Wertschöpfungspotenzial für Anlagenbetreiber zu schaffen, hat ABB sein Dienstleistungsgeschäft um kollaborative digitale Serviceleistungen ausgebaut und stellt über weltweit vernetzte ABB Ability Collaborative Operations Centers (COC) cloudbasierte Automatisierungslösungen mit eigenem Expertenwissen den Endkunden bereit. Weltweit übernehmen die COC das etablierte ABB-Dienstleistungsgeschäft und erweitern es durch dezentrale digitale Lösungen vom Sensor bis zur Predictive Maintenace und Flottenmanagement.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Wie sehen neue digatale Services aus.
  • Was ist der Unterschied zum klassischen Service und was bringt die Digitalisierung mit sich.
Referent: Axel Haller | Leiter Industry Solution Team, ABB

Dipl.-Ing. (FH) Axel Haller ist Technologie und Portfolio Manager im Geschäftsbereich Chemie Öl & Gas. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich Automatisierung von Prozessanlagen, sowohl im Consulting, wie auch im Vertrieb und der Abwicklung.

Smarte Monitoring- und Überwachungslösungen in der Prozessindustrie mehr
Überwachung von Infrastruktur Objekten kann die Verfügbarkeit steigern und Wartungen nachhaltig optimieren.

Da in der chemischen und pharmazeutischen Industrie die Prozesssicherheit, sowie die Anlagenverfügbarkeit die höchste Priorität besitzen, ist es nicht nur erforderlich, dass das eingesetzte Personal seine volle Aufmerksamkeit auf die Kernprozesse richten kann, sondern auch, dass Automatisierungslösung, die das Ziel der Datenanalyse und Optimierung haben, den Kernprozess in keinem Fall beeinflussen. Neue Konzepte müssen also die bewährte Automatisierungspyramide erweitern.
Hier kommt NOA (Namur Open Architecture) ins Spiel. Ohne Einfluss auf den eigentlichen Prozess zu nehmen, werden Daten der intelligenten Sensoren und Aktoren in einer Art „Datendiode“ ausgelesen und ausgewertet. NOA sieht vor, offene, sichere und skalierbare Systeme in der Prozessindustrie einzusetzen.

Eine offene Steuerungsplattform, wie z.B. die PLCnext Technology von Phoenix Contact, ermöglicht es beliebige Sensoren, auf Basis unterschiedlichster Protokolle, parallel zur Prozesssteuerung auszulesen. Diese Daten können dann als Rohdaten, oder vorverarbeitet durch die Steuerung, weiter an eine Cloud gesendet werden. In der Cloud können die erfassten Prozessdaten auf unterschiedliche Art weiterverarbeitet werden. Durch die Offenheit des Ecosystems können zusätzlich auch Apps von Drittanbietern (z. B. von Sensor-/Aktorherstellern) in das System integriert werden. Auf diese Weise können die gesammelten Daten durch intelligente Algorithmen analysiert und sinnvolle Maintenance Konzepte/ Wartungszeitpunkte abgeleitet werden. Mit dem Ecosystem PLCnext Technology werden Überwachungs- und Optimierungsaufgaben oder auch die vorausschauende Wartung einfach möglich – und das ohne den Kernprozess zu beeinflussen.

Wir zeigen Ihnen anhand von Praxisbeispielen, wie Sie benötigte und auch vorhandene Daten einfach und kostengünstig vom Feld in die Leitwarte bringen, ohne großen Programmieraufwand.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Wie Apps oder Services bei Monitoring und Überwachungsaufgaben (NOA) unterstützen können.
  • Wie vorhandene Felddaten einfach in einer Cloud nutzbar gemacht werden (HART oder Profinet).
  • Neue Steruerungsplattform PLCnext - Enhance your automation thinking
Referent: Wilfried Grote | Director Industry Managment, Phoenix Contact

April 2008 - heute:
bei Phoenix Contact Electronics GmbH in Bad Pyrmont. Director Industry Management - Chemicals and Pharmaceuticals Global verantwortlich für das Industry Management - Chemicals andPharmaceuticals und Vorherige Stationen bei Phoenix Contact Electronics Market Development für die Process Industry Leitung des Produktmarketings Interface Analog MCR & Ex Projektingenieur im Produktmarketing Verantwortlich für Analoge Signaltrennverstärker, Explosionsschutz, Funktionale Sicherheit in der Prozesstechnik und TÜV FSEngineer SIS bei Phoenix Contact Electronics GmbH
August 2001 - März 2008:
Projektingenieur EMSR und Projektleiter bei der TESIUM GmbH, Symrise AG und Haarmann & Reimer in Holzminden
Verantwortlich für Investitionsvorhaben, Planung und Projektierung von größeren PLT-Projekten. Befähigte Person für den Explosionsschutz. Verantwortlich für die Einhaltung gesetzlicher und technischer Vorschriften,Werksnormen- Dokumentation von Planungsunterlagen und Mitarbeit bei der Festlegung technischer Spezifikationen und der funktionalen Sicherheit bei Apparaten/Anlagen/Einrichtungen. Studium an der FH Lippe mit Abschluss
Diplom-Ingenieurin mit den Schwerpunkten Automatisierungtechnik und Nachrichtentechnik https://www.linkedin.com/in/wilfried-grote-323a7943/

Wie lässt sich „Industrie 4.0“ von der Rohrleitungskonstruktion bis zur Rohrleitungsfertigung in der Praxis umsetzen. mehr
Der zentraler Aspekt bei der Digitalisierung im Kontext der Anlagenplanung und Rohrleitungsplanung liegt in einem durchgängigen Datenfluss von der Planung, Konstruktion bis zum einbaufertigen Rohr. Dabei wird in dem Vortrag auf die Bereiche von Verfahrenstechnik, 3D Planung, Laserscanning, Biege-Simulation, Fertigungs-Planung sowie Fertigungs-Steuerung eingegangen. Dies geschieht immer in Kontext realisierter Lösungen bei bestehenden Kunden um den Mehrwert einer Prozesslöung darzustellen.  Auch der Optimierung des Gesamtprozesses durch die logische Verknüpfung von technischen und organisatorischen Daten ist ein Teil des Vortrags gewidmet, um so den Schulterschluss zwischen Konstruktion, Fertigung und Management herzustellen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Digitalisierung der Anlagen- und Rohrleitungskonstruktion
  • Digitalisierung der Fertigung und Maschinentechnik
  • Realisierte Lösung für Reibungsloste übergabe von Konstruktionsdaten zu der Fertigung
Referent: Dr.-Ing. Christian Gerlach | Tracto-Technik GmbH & Co. KG

Studium: Wirt.-Ing. Fachrichtung Maschinenbau (Siegen)
Auslandsstudium 1 Jahr (Schweden)
2003: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am UTS Siegen, Schwerpunkt: Biegen von Profilen
2008: Geschäftsbereichsleiter PipeBendingSystems, Tracto-Technik GmbH & Co.KG
Aufgaben: Leitung des Geschäftsbereichs PipeBendingSystems

Referent: Maxim Lich | Global Director, CAD Partner

- Über 10 Jahre Erfahrung im Vertrieb von Prozess-Lösungen
- Seit über 6 Jahre Leitung von weltweiten Software-Lösungen im Bereich Anlagenbau
- Ab 2015 Bereichsleiter für den technischen und kaufmännischen Bereich
für Smap3D Plant Design Lösungen bei CAD Partner GmbH weltweit.

World Café

11:00 Uhr

Impuls
Wie Chemiker und Ingenieure in der digitalisierten Chemie arbeiten - Ein Studienergebnis mehr
Über 12 Monate wurde mit über 1.000 Chemikern und Ingenieuren ermittelt, welche digitalen Techniken heute schon angewendet werden und wie sie sich in den nächsten Jahren entwickeln, wenn die Digitalisierung Alltag in der Chemie sein wird. Die Nutzung dieser Anwendungen hat Auswirkung auf Arbeitsinhalte, -abläufe und -organisation dieser Akademiker. Wie sich Zahl, Automatisierungsgrad und Digitalisierungsgrad der Haupt- und Nebenaufgaben entwickeln werden, gibt Hinweise auf die Orientierung der Akademiker in Richtung eines Generalisten oder eines Spezialisten. Egal wie, neue Kompetenzen werden entwickelt, einige bestehende beibehalten oder ausgebaut, andere nicht mehr erforderlich sein. Das Zusammenspiel der Anbieter, Unternehmen und Chemikern und Ingenieuren für ein berufslebenslanges Kompetenzmanagement und Maßnahmen dazu werden diskutiert.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Welche digitalen Techniken sind die relevantesten für Chemiker und Ingenieure in der Chemie im Jahr 2025
  • Wie verändern sich Aufgabeninhalte und -fokus (Generalist vs. Spezialist) bis dahin
  • Welche Kompetenzen sind in Zukunft relevant und was heißt das für Aus- und Weiterbildung
Referent: Dr. Ulf Stalmach | Wolfram Keller Management Consulting

Nach dem Studium der Organischen Chemie, Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz, und der Promotion 1997 (Dr. rer. nat.), arbeitete Dr. Ulf Stalmach von 1997-2000 als post-doc im Rahmen eines Marie-Curie-Stipendiums der EU an der Rijksuniversiteit Groningen, Holland mit dem Schwerpunkt Polymerchemie. 2000 trat Dr. Stalmach in die Farben- und Lackbranche ein, zunächst als Produktmanager Klarlacke für Parkett, später als Technischer Leiter für den Bereich Holzlacke. 2006 wechselte er zur Looser Holding in den Bereich F&E, um ab 2009 dann den Bereich Einkaufs-Controlling/Business Intelligence aufzubauen. Seit 2017 ist Dr. Stalmach freiberuflich als Spezialist im Bereich Digitalisierung in der Lackindustrie tätig.

Referent: Dr. Wolfram Keller | Wolfram Keller Management Consulting

Dr.-Ing. Wolfram Keller, Jahrgang 1961, studierte an der TU in Darmstadt über ein biotechnologisches Verfahren zur Proteingewinnung und -modifikation mit Milchsäurebakterien. Für 8 Jahre war er für Merck KGaA in Deutschland und Asien in verschiedenen Positionen der Wertschöpfungskette tätig, u.a. in Entwicklung, Produktion, Qualitätsmanagement und Geschäftsentwicklung. 1997 wechselte er in die Unternehmensberatung und war über 11 Jahre bei PRTM und Arthur D. Little weltweit in der Prozessindustrie mit Innovations-, Supply Chain- und Strategieprojekten betraut. Seit 2008 ist er in diesen Branchen und Themen selbständig als Berater und Interimmanager tätig. Daneben führt er regelmäßig komplexe Studien zu aktuellen Themen der Chemie und Pharma durch und unterrichtet nebenbei als Dozent über Innovationsmanagement.

12:30 Uhr
Mittagspause/Networking und Besuch der Ausstellung

Forum I

13:30 Uhr

Einzug der virtuellen und erweiterten Realität in die Industrie mehr
Der Vortrag „Einzug der virtuellen und erweiterten Realität in die Industrie“ gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik in den Bereichen virtuelle und erweiterte Realität (Virtual Reality – VR / Augmented Reality – AR). Gleichzeitig wird auf die Vor- und Nachteile der AR/VR-Hardware eingegangen. Daraus werden die Chancen und Risiken der Technologien und ihre Anwendbarkeit in der Praxis abgeleitet. Beispiele aus der Praxis unterstreichen die Aussage und zeigen, was bereits heute in der Industrie angewendet wird. Auch wird ein Ausblick darauf gegeben, wie sich die Technologien in die Planungsprozesse oder den Betrieb von Anlagen und Fabriken einbinden lassen. Zusätzlich dazu wird ein Ausblick auf die Zukunft gegeben und welche Möglichkeiten sich dadurch noch ergeben könnten.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Überblick über den aktuellen Stand der AR/VR-Technik
  • Chancen und Risiken der erweiterten und virtuellen Realität
  • AR/VR-Beispiele aus der Praxis
Referent: Sergej Schachow | CAD Schroer GmbH

Sergej Schachow ist Business Development Manager bei der CAD Schroer GmbH und ist dort für die Bereiche strategische Planung und strategisches Marketing verantwortlich. Gleichzeitig betreut er mehrere Forschungsprojekte, an denen die CAD Schroer GmbH beteiligt ist.

Managementsystem zur Informationssicherheit - Leitfaden zur Planung und Umsetzung in der Pharmaindustrie mehr
Ein Hackerangriff ist der Alptraum jeder Pharmaproduktion. Doch wie gehen Verantwortliche im regulierten Umfeld mit den Themen IT-Sicherheit und Cyber Security um? Welche Regularien gelten und wie schafft man eine sichere Umgebung, die auch validierbar ist? Mehr zu diesen Themen erfahren Sie auf dem Smart Process Manufacturing Kongress am 25. und 26. Oktober von den Experten von Exyte.

Der Vortrag von Robert Geiger und Holger Mettler auf dem Smart Process Manufacturing Kongress stellt ein integriertes Vorgehensmodell zur Planung und Umsetzung eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) für KRITIS Betreiber im pharmazeutischen Produktionsumfeld vor.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Effektives Management von Informationssicherheit
  • Cyber Security für kritische Anlagen
  • Besonderheiten der Pharmaindustrie
Referent: Robert Geiger | Consultant CSV & Cyber Security, Exyte Central Europe GmbH

Nach einer Ausbildung zum Chemielaboranten in der BASF habe ich ein Studium der Informatik in Heidelberg abgeschlossen und bin seit 3 Jahren Berater für die Exyte Central Europe GmbH (ehemals M+W). In dieser Zeit habe ich vielfältige Erfahrungen mit Themen der Anlagensicherheit bei mehreren großen Unternehmen der Pharmaindustrie gesammelt. Dies begleite ich mit Forschung zum Thema "Informationssicherheit in der Pharmaindustrie" aus der bisher eine Masterarbeit und mehrere Publikationen hervorgegangen sind.

Der Kontrollraum 2025 - Im Spannungsfeld von Fachkräftemangel und digitaler Transformation mehr
Der Kontrollraum der Zukunft wird kein Raum mehr sein, wie wir ihn heute kennen. Er hat vielmehr das Zeug, zu einem der wichtigsten Profitcenter in Produktion und Kundendialog zu werden.

Wie sollte ich mich schon heute strategisch aufstellen, damit ich mit den Veränderungen Schritt halten und ihnen effektiv gerüstet begegnen kann? Immer mehr Aufgaben und immer weniger Fachpersonal - in welcher Form existiert der Kontrollraum weiterhin in diesem Spannungsfeld?

Wie sollte ich mich auf diese Entwicklung vorbereiten?
Ein elementarer Ansatz, um auf diese Fragestellung eine Antwort zu finden, muss lauten: „Neues Denken schafft Revolution! Wer nichts ändert, bleibt analog!“ Der Weg zum Kontrollraum 2025 wird durch entscheidende Meilensteine gepflastert:
  • Die IT wandelt sich vom Kostenfaktor zu einer Kernkompetenz!
  • Gedanken-, Sprach- und Gestensteuerung ersetzen die Tastatur!
  • Steuernde Intelligenz und Vernetzung werden ein selbstverständliches Feature jedes Gerätes.
  • Kommunikation zwischen Maschinen führt zu intelligenten self-learning systems - Der digitale Kollege wird im Kontrollraum der Zukunft eine immer zentralere Rolle spielen.
Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Erfahren Sie in diesem spannenden Vortrag wie der Kontrollraum 2025 aussehen könnte
  • und wie Sie sich bereits heute konkret
  • auf die technischen & personellen Herausforderungen vorbereiten können!
Referent: Oliver Bender | Consultant, JST - Jungmann Systemtechnik GmbH & Co. KG

Seinem Gegenüber sowohl technisch als auch kaufmännisch die ideale Lösung anzubieten, sieht Oliver Bender als eine der Hauptherausforderungen seiner beruflichen Tätigkeit. Als Consultant bei der Jungmann Systemtechnik GmbH & Co. KG ist er primär für den Bereich Süddeutschland, Österreich und die Schweiz zuständig, übernimmt die Key Account Betreuung global agierender Unternehmen.
Ob IT-Rechenzentrum, Sicherheits- oder Verkehrsmanagementzentrale, Energie- oder Produktionsleitwarte – Oliver Bender beschäftigt bei all seinen Beratungen ein wichtiger Leitgedanke: die Optimierung der täglichen Prozesse in der Kontrollraumbranche. Dabei geht es dem 40jährigen staatlich geprüften Betriebswirt um die Erarbeitung individuell angepasster Hard- und Softwarekonzepte. „Jeder Leitstand, jedes Projekt ist anders – diese täglich neuen Aufgaben reizen mich so an der Arbeit. Ich mag diese Vielseitigkeit.“ Sein erklärtes Ziel: perfekte Lösungen zur Verkürzung von Reaktionszeiten aufzeigen.
Und genau da setzt der Kontrollraum-Fachmann auch mit seinem aktuellen Vortrag an. Unter dem Titel „Verkürzung von Reaktionszeiten im IT-Betrieb“ möchte er sein Auditorium an die Hand nehmen und mit Sachverstand und technischem Know-how über die derzeit realisierbaren Tools informieren, die es möglich machen, die Arbeit im Leitstand noch effizienter zu gestalten.

Forum II

13:30 Uhr

Plantweb Digital Ecosystem
Vom Asset bis in die Cloud. Wie Smarte Sensoren auf der Basis von selbstorganisierenden Netzwerken mit Hilfe von App’s den Gesundheitszustand von Assets sicher überwachen mehr
Dieser Beitrag soll den Einsatz der heutigen am Markt verfügbaren Technologie aufzeigen, um die Forderungen von Industrie 4.0 zu unterstützen. Durch die Verwendung von Smarten Sensoren und deren Vernetzbarkeit, gepaart mit sicherer Kommunikation und zuverlässigen Daten kann der Gesundheitszustand der Assets in der Produktionsanlage überwacht werden. Durch vordefinierte Algorithmen in App’s werden aus den Smarten Sensor Daten beim Betreiber oder in einer Cloud der Gesundheitszustand der Assets erzeugt und daraus Handlungsvorgaben generieren, um den geforderten Gesundheitszustand planbar wieder zu her zu stellen. Somit wird die Produktivität und Verfügbarkeit der Anlage erhöht mit einem kurzen ROI von wenigen Monaten.
Es werden verschiedene Kunden Applikationen gezeigt, die erfolgreich Industrie 4.0 Projekte mit einem kurzen Return of Invest umgesetzt haben.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Industrie 4.0: Selbstorganisierende Netzwerke: sichere, zuverlässig, flexibel, schnelle Inbetriebnahme, sowie Reduzierung der Kosten mit einem kurzen ROI
  • Smarte Sensoren helfen folgende Bereiche zu optimieren: Process, Sicherheit, Verfügbarkeit und Energie
  • Zuverlässige Darstellung des Gesundheitszustandes von Assets wie z.B. Pumpen, Sicherheitsventilen, Kühltürmen und Wärmetauschern oder der Reduzierung von Energie Verbrauch vor Ort per App oder in der Cloud
Referent: Ralf Kueper-Rampp | Business Manager Plantweb, Emerson Automation Solutions/Saltigo

Ralf Küper-Rampp ist bei Emerson Automation Solution als Business Manager verantwortlich für den Bereich Plantweb, die digitalisierung Strategie von Emerson. Seit 2005 ist Ralf Küper angestellt bei Emerson Automation Solution und war vorher für die Bereiche Asset Optimization und WirelessHART zuständig. In der Zeit vor 2005 war Ralf Küper für den Bereich EMR bei der Sabic Polyolefine GmbH in Gelsenkirchen verantwortlich.

Optimierende KI für KPI-orientierte Produktionsplanung und -steuerung mehr
Die optimale Steuerung von Produktionsprozessen ist ein kontinuierlich wichtiges Thema. Die aufgrund der Digitalisierung zunehmende Transparenz der Prozesse eröffnet neue Potenziale, die Steuerung nach technischen und ökonomischen Prozesskennzahlen (KPIs) zu optimieren. Gerade im Hinblick auf eine Smart Factory sind diese Effizienzsteigerungspotenziale gleichzeitig eine Herausforderung and die Software, die diese Optimierung steuert. Die KPI-gesteuerte Optimierung hat sich beispielsweise in der Automobilproduktion in verschiedenen Szenarien bewährt und ist durch Anpassung der KPIs auch auf andere Produktionsformen im Shop Floor übertragbar. Als Beispiel hierfür dient ein Forschungsprojekt mit industriellen Partnern. Der Ausblick ist die Fortentwicklung dieser Ansätze durch Einbindung von Techniken des Maschinellen Lernens, sodass selbstregulierende KI-basierte Prozessoptimierungen entstehen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Organisiation der Auftragssteuerung miitels Produktions-KPIs unter Zuhilfenahme von KI-Methoden
  • KPI-orientierte Produktionsplanung und -steuerung mittels maschinell lernender Optimierungsverfahren
Referent: Dr. Rudolf Felix | Geschäftsführer, PSI FLS Fuzzy Logik & Neuro Systeme GmbH

Dr. Rudolf Felix promovierte nach dem Studium der Informatik an der Universität Dortmund auf dem Gebiet Decision Support Systeme und Fuzzy-Logik. 1992 gründete er die PSI FLS Fuzzy Logik & Neuro Systeme GmbH und entwickelte kontinuierlich die PSI FLS-eigene Qualicision-Technologie weiter. Heute ist diese in Branchen wie der Automobilindustrie, Energiewirtschaft, Transportlogistik, dem Personennahverkehr oder dem Handel als Querschnittstechnologie im produktiven Einsatz. Seit 2008 ergänzt Qualicision die Softwaretools des PSI Konzerns. Dr. Rudolf Felix veröffentlichte mehr als 50 wissenschaftliche und zahlreiche anwenderorientierte Beiträge in verschiedenen Fachzeitschriften. Neben seinen geschäftsführenden Tätigkeiten ist er bei der Integration von Qualicision in komplexe multikriterielle Business-Prozesse unter anderem Mitglied der European Society von Fuzzy Logic and Technology.

Prozessoptimierung unter Einsatz von Rapid Prototyping und Agilem Projektmanagement mehr
Ziel des Vortrages ist es einen Überblick über modelbasierte Ansätze zur Optimierung chemischer Produktionsverfahren zu geben und anhand von Anwendungsbeispielen das spezifische Vorgehen – von der Definition des Problems bis zur Implementierung der Lösung – aufzuzeigen. Voraussetzungen, Einsatzmöglichkeiten, sowie Stärken und Schwächen der verschiedenen Werkzeuge werden praxisnah dargestellt.
Herausforderungen in Bezug auf die Projektumsetzung werden anhand von zwei Praxisbeispielen verdeutlicht. Dabei werden die Ansätze des Rapid Prototyping und des Agilen Projektmanagements vorgestellt und aufgezeigt, wie deren Vorteile technische sowie soziale Hürden bei der Implementierung von 4.0-Anwendungen überwinden können.
Den Abschluss des Vortrags bildet die Vorstellung der Potenzialanalyse, durch die das Potenzial für Digitalisierungsbestrebungen in der Produktion aufgezeigt wird.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Überblick über modelbasierte Ansätze zur Optimierung chemischer Produktionsverfahren
  • Voraussetzungen, Stärken & Schwächen sowie Einsatzmöglichkeiten der Modelle
  • Herausforderungen & Lösungsansätze in Bezug auf die Projektumsetzung
Referent: Dr. Josef Glaß | Managing Partner, execon partners GmbH

Dr. Josef Glaß ist seit 1999 in der chemischen Industrie tätig. Nach Stationen bei der Boston Consulting Group und Bayer ist er seit 2011 Gründungspartner und Geschäftsführer von execon partners GmbH – einer auf die chemische Industrie fokussierten Management-Beratung. Neben einem Diplom in Verfahrenstechnik von den Universitäten Erlangen und Melbourne, hält er eine interdisziplinäre Promotion in Innovationsmanagement.

Referent: Martin Rahmel | Managing Director, DexLeChem GmbH

Als Wirtschaftsingenieur in Technischer Chemie arbeitete Martin Rahmel 5 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für strategische Unternehmensführung (TU Berlin). Seit 2010 begleitete er das von EXIST-Forschungstransfer finanzierte Ausgründungsprojet des Exzellenzclusters „UniCat“, welches von ihm und weiteren Gründern in 2013 zur DexLeChem GmbH geführt wurde. Seither leitet der das Business Development dieses Startups und ist seit Mai 2018 Geschäftsführer.

15:00 Uhr
Ergebnispräsentation World Café - Ideen für digitale Zukunft
Referent: Dr. Wolfram Keller | Wolfram Keller Management Consulting

Dr.-Ing. Wolfram Keller, Jahrgang 1961, studierte an der TU in Darmstadt über ein biotechnologisches Verfahren zur Proteingewinnung und -modifikation mit Milchsäurebakterien. Für 8 Jahre war er für Merck KGaA in Deutschland und Asien in verschiedenen Positionen der Wertschöpfungskette tätig, u.a. in Entwicklung, Produktion, Qualitätsmanagement und Geschäftsentwicklung. 1997 wechselte er in die Unternehmensberatung und war über 11 Jahre bei PRTM und Arthur D. Little weltweit in der Prozessindustrie mit Innovations-, Supply Chain- und Strategieprojekten betraut. Seit 2008 ist er in diesen Branchen und Themen selbständig als Berater und Interimmanager tätig. Daneben führt er regelmäßig komplexe Studien zu aktuellen Themen der Chemie und Pharma durch und unterrichtet nebenbei als Dozent über Innovationsmanagement.

15:30 Uhr
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